12.05.2010, 22:17 Uhr | dpa-AFX
Bundesbank-Chef Axel Weber soll EZB-Boss werden (Foto: ddp)
Bundesbank-Chef Axel Weber soll die Leitung der Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen. Und das ist offenbar Resultat eines Kuhhandels rund um das Rettungspaket für den Euro. Denn wie das "Handelsblatt" berichtet, soll die Zustimmung der Bundesregierung zum Euro-Rettungsschirm eine "informelle Nebenabsprache" beinhalten. In die besteht darin, dass Weber im kommenden Jahr neuer EZB-Präsident wird. Das Blatt beruft sich hierbei auf Aussagen eines Kabinettsmitglieds. Die Bundesregierung wies den Bericht allerdings umgehend zurück.
"Solche Nebenabsprachen haben nicht stattgefunden. Der Bericht entbehrt jeder Grundlage", sagte Regierungssprecherin Sabine Heimbach. Zuvor hatte das "Handelsblatt" gemeldet, vor den Verhandlungen zum Euro-Rettungsschirm habe die Bundesregierung ihre Zustimmung zu den Milliardenhilfen an die Zusage gekoppelt, dass Weber Nachfolger des amtierenden EZB-Chefs Jean Claude Trichet werde. (Lesen Sie hier mehr zum Rettungspaket für den Euro) Unter anderem sollen die Franzosen ihre Zustimmung für eine Kandidatur Webers gegeben haben. Eine mögliche Kandidatur des italienischen Notenbankchefs Mario Draghi habe damit keine Chance mehr auf Erfolg.
Die Absprachen für die Nachfolge von Trichet an der Spitze der EZB hätten aber "keinen offiziellen und damit rechtlich bindenden Charakter", hieß es weiter. Nach Aussage eines Mitglieds des Bundeskabinetts, hätten aber mehrere Euro-Länder dem Wunsch der Bundesregierung zugestimmt. Das Geschäft gelte damit "als politisch besiegelt", schreibt das "Handelsblatt".
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
zweifler schrieb:
am 12. Mai 2010 um 18:29:41
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Bankchef
Wäre schön einen Deutschen an der Spitze der EZB zu sehen. Kann mir aber nicht vorstellen daß die anderen Eurpäischen Länder da mitspielen....
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