21.11.2011, 17:23 Uhr | dpa-AFX
Die Bundesbank sieht die Deutschland vor einem schweren Winter. "Die deutsche Wirtschaft dürfte in den kommenden Monaten in schwierigeres konjunkturelles Fahrwasser geraten. Die empfindliche Abkühlung vor allem der Auslandsnachfrage vermischt sich mit der Nervosität an den Finanzmärkten", heißt es im Monatsbericht der Notenbank, der jetzt veröffentlicht wurde.
Die Gefahr sei, dass sich auch die zuletzt noch kaufwilligen Verbraucher von der allgemein schlechten Stimmung bremsen ließen und die starke Stütze Binnenkonjunktur zumindest teilweise wegbreche. Bislang zeigten sich Deutschlands Verbraucher von der Euro-Schuldenkrise relativ unbeeindruckt und investierten in Autos, Unterhaltungselektronik oder die Renovierung der eigenen vier Wände.
Insgesamt sei für 2012 "eine Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung zu erwarten", schreiben die Autoren. Die Bundesbank hält ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,5 und ein Prozent für realistisch. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Prognosen von Volkswirten um die drei Prozent zulegen.
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Die Defizitquote erwartet die Bundesbank für 2011 und ähnlich 2012 in einer Größenordnung von einem Prozent. 2010 hatte Deutschland erstmals seit fünf Jahren mit einer Defizitquote von 4,3 Prozent wieder gegen die europäischen Vorgaben von maximal drei Prozent verstoßen.
Als Belastung erweise sich auch für Deutschland zusehends die Schuldenkrise im Euro-Raum. Die Krise könnte nach Einschätzung der Bundesbank-Experten "die Erholung in Europa belasten und auch negativ auf die Handelspartner in anderen Wirtschaftsräumen ausstrahlen".
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Einmal mehr ermahnte die Notenbank die Politik, rasch Lehren aus der Krise zu ziehen: "Die jüngste Zuspitzung der Krise verdeutlicht, dass eine Richtungsentscheidung über den zukünftigen Rahmen der Währungsunion nicht aufgeschoben werden kann, soll eine weitere Eskalation vermieden werden." Die Bundesbank warnte jedoch davor, die gemeinschaftliche Haftung der Staaten auszuweiten, ohne gleichzeitig die Eingriffsrecht Brüssels in die nationalen Haushalte deutlich zu stärken. Ein solcher Weg erhöhe "die Gefahr unsolider Staatshaushalte, und auch das Konfliktpotenzial mit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik nimmt deutlich zu".
Eine Stütze für die Konjunktur in Deutschland dürfte nach Einschätzung der Bundesbank vorerst der Arbeitsmarkt bleiben. Bislang deuteten die Planungen der Unternehmen darauf hin, dass die positive Entwicklung anhalte. Seit Monaten liegt die Zahl der Arbeitslosen unter der kritischen Drei-Millionen-Marke. Zuversichtlich stimme auch, dass Banken bislang den Kredithahn nicht zudrehen: Eine Kreditklemme sei nicht feststellbar.
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Quelle: dpa-AFX
koko & lora meint schrieb:
am 22. November 2011 um 09:15:39
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Bericht von Doris
Da sieht man das diese Person keine Ahnung hat vom Tagesgeschehen.
Diese jetzige Regierung traegt die Schuld an dem
Geschehen. Unsere Kanzlerin leidet an Unfaehigkeit zu handeln, darum schnellsten ein Kurswechsel.
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uwe1705 schrieb:
am 22. November 2011 um 08:01:30
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Wachstum!!
Man sollte doch wohl erstmal klären wie es überhaubt weiter gehen soll, das die Verbraucher sich an dem orientieren was in den
Medien gesagt und geschrieben wird ist doch klar. Fakt ist aber auch das es den Menschen immer mehr an den Mitteln fehlt diese Preise die bei uns verlangt werden zu bezahlen. Nicht nur die Politik sondern auch besser gerade die Wirtschaft müßte umdenken, den nur niedrigere Preise können den Inlandabsatz am laufen halten.
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zockerfein schrieb:
am 22. November 2011 um 06:33:41
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Bundesbank warnt
Die Einschätzung halte ich für realistisch. Die Krisenbewältigung scheitert an den politischen Egoismen der Länder. Die
Hauptsache, man bleibt oder kommt an die Macht. Je größer das Chaos, desto besser die Chancen, siehe Spanien.
Merkel hat viel zu lange gezögert, die dumme Energiewende ohne Wenn und Aber erzwungen, die Kosten der Schwachländer in die Höhe getrieben und
immer noch nicht zu einer Lösung fähig. Es bleibt nichts anderes übrig, wir müssen Geld drucken, die Finanzmärkte wollen es.
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