
05.01.2012, 08:13 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Bundesrepublik steht kurz davor, Milliarden für gebrauchte Eurofighter zu kassieren: Bulgarien liebäugelt mit dem Kauf von acht Flugzeugen. Zudem sind weitere Staaten interessiert.
Zwischen Deutschland und mehreren osteuropäischen Staaten zeichnet sich ein Milliardengeschäft für gebrauchte Eurofighter ab. Nach FTD-Informationen interessiert sich Bulgarien für den Kauf von acht Eurofightern, die bisher bei der Luftwaffe im Einsatz sind. Das Thema dürfte bei einem Besuch von Bulgariens Ministerpräsidenten Bojko Borissow Ende Januar in Berlin zur Sprache kommen. Auch andere osteuropäische Nationen sollen Interesse an den fast neuen Fliegern haben. Dazu gehören die Tschechische Republik, Kroatien, die Slowakei sowie Rumänien.
Für diese Länder ist der Kauf neuer Kampfflieger angesichts begrenzter Verteidigungsetats häufig zu teuer. Daher suchen die Staaten nach Möglichkeiten, ihre Rüstung für weniger Geld zu modernisieren. Üblich ist diese Verwertung gebrauchter Kampfjets bei US-Herstellern und der US-Regierung. Beim Eurofighter aber wäre es ein Novum. Bislang wurde der Kampfflieger von Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien sowie Saudi-Arabien und Österreich fest bestellt. Die Lieferung an Saudi-Arabien basiert auf einem Abkommen zwischen den Regierungen, wobei die Saudis neue Jets erhalten.
Die am Eurofighter beteiligte Industrie - allen voran die Rüstungssparte Cassidian des EADS-Konzerns - ist an möglichst vielen Eurofighter-Kunden interessiert. Die Produktion selbst kann aber nur bei Neuaufträgen ausgelastet werden. Wie Cassidian-Chef Stefan Zoller jüngst vor Analysten erklärte, ist die Produktion zumindest bis 2017 gesichert. Er verwies auf mehrere Möglichkeiten, wie es zu Neukunden kommen kann: "Entweder wir bieten an oder Regierungen bieten an, es gibt viele Varianten." Mit Spannung erwartet das Eurofighter-Konsortium die Entscheidung, ob Indien für gut zehn Milliarden Dollar 126 Eurofighter oder statt dessen das französische Kampfflugmodell Rafale kaufen wird.
Wenn Deutschland gebrauchte Eurofighter abgeben sollte, würde dies der Staatskasse zu Gute kommen. Der Neupreis eines Eurofighters liegt je nach Einrechnung diverser Komponenten wie Waffen, Training und Ersatzteile bei grob 60 bis 80 Millionen Euro.
Das Bundesverteidigungsministerium dämpfte allerdings Erwartungen der Industrie, dass der Weiterverkauf gebrauchter Maschinen dazu führen könne, dass Deutschland an der sogenannten Tranche 3b über 37 Flugzeuge festhält. "Es besteht gegenüber der Industrie keine Kaufverpflichtung zur Abnahme dieser Teiltranche", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Planungsgrundlage für die Bundeswehr liege weiterhin bei insgesamt 140 Eurofightern.
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Quelle: Financial Times Deutschland
rolf schrieb:
am 16. Januar 2012 um 18:06:55
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Waffenhandel mit zweierlei Gesetzen
Deutschland verkauf Waffen noch und nöcher,aber im eigenen Land soll Waffenverbot herrschen, aber hier
in Deutschland werden mehr Menschen umgebracht mit Waffen als würde kein solches Verbot bestehen.Da kann das Waffenverbot ja wieder abgeschafft werden wo wir den Amerikaner alles nachmachen.Rüstungsexport müßte dann auch verboten werden da es Kriegsförderten Geräte und Deutschland wollte nie wieder zu einen Krieg betragen.Aber bei Wirtschaft und Regierung zählt nur der Lobbyismus und das Geld.
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Stratege schrieb:
am 13. Januar 2012 um 13:45:06
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Warum gerade Eurofighter nach süd-ost-Europa?
Bulgarien und andere vom kommunistischen Joch befreite Länder stehen nicht auf der
Schurkenstaatenliste der Gutmenschen. Dafür aber Russland z.B. Wenn man Russland endlich richtige Demokratie beibringen will, ist es doch besser, die haben die Nato-Flieger und nicht so ne veralteten MIG's. Ist doch logisch! Oder? Mal übern Tellerrand denken. Großes steht bevor.
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unbedarfter Beobachter schrieb:
am 8. Januar 2012 um 12:28:36
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@ Oberst und seine MIG-29
Dieser Vogel ( MIG-29 ) hat Sprit gesoffen, wie ein Kampftrinker Alkohol. Aufgrund der begrenzten
Treibstoff-Zuladung, waren Einsatzradius und Verweildauer leider nur mittelmäßig, eine Kampfwertsteigerung viel zu teuer, deshalb wurde der Vogel verscherbelt.
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