22.06.2011, 09:46 Uhr | Andreas Heimann, dpa / t-online.de/business
Gestreiftes Hemd zur dezenten Krawatte - damit liegen Sie richtig. (Foto: imago)
Am Arbeitsplatz ist das Hemd für viele Männer Pflicht. Das gilt in den meisten Büros und in Branchen mit regelmäßigem Kundenkontakt - bei Banken und Versicherungen sowieso. Wir verraten Ihnen, wie farbenfroh und modemutig die Herren ihre Oberbekleidung wählen dürfen.
Als graue Mäuse müssen Männer im Job nicht auftreten. Was das Hemd betrifft, ist Farbe durchaus erlaubt, betonen Experten. Und auch Streifen oder Karos sind in Ordnung. Allerdings gilt es einige Regeln zu beachten. "Je offizieller der Anlass, umso weniger Muster", erklärt Etikette-Trainerin Bettina Geißler aus Norderstedt bei Hamburg.
Um bei der Auswahl seines Hemdes auf Nummer sicher zu gehen, sollten vor allem Herren, die nicht so mode- und stilsicher sind, auf die unifarbene Variante setzen. "Wer eins mit Muster wählt und mit Anzug oder Krawatte kombiniert, die ebenfalls Muster haben, braucht schon etwas mehr modisches Gespür", betont Expertin Geißler.
In diesem Fall helfen zwei Faustregeln weiter. Erstens zählt der Gesamteindruck aus Hemd, Krawatte und Anzug oder Sakko. Die Muster der einzelnen Kleidungsstücke müssen aufeinander abgestimmt sein. Und zweitens gilt: "Klein gemustert wird mit groß gemustert kombiniert", erläutert Geißler. Das heißt: Hat beispielsweise das Hemd breite Streifen, sollte die Krawatte schmale haben und umgekehrt. "Bei Karos ist es noch wichtiger, dass sie sich in der Größe unterscheiden", rät der Etikette-Profi.
Wer sich nicht ganz sicher ist, was zusammenpasst, kann auch bei einer solchen Kombination mit einem unifarbenen Hemd kaum etwas falsch machen. Dann spielt es keine Rolle, wie groß die Karos oder Streifen der Krawatte sind - vorausgesetzt, dass nicht schon der Anzug auffällig große Muster hat.
Auch bei der Farbwahl zählt das modische Gesamtkunstwerk. "Dunkelblauer Anzug und weißes Hemd bilden schon einen starken Kontrast. Dann sollte die Krawatte besser dezent sein", lautet Geißlers Tipp. Bei einem grauen Anzug und einem weißen Hemd ist der Kontrast geringer - die Krawatte darf in diesem Fall ruhig etwas bunter sein.
Die klassischen Farben für das perfekte Business-Hemd sind Weiß und Blau. Aber das reizt die Modemacher nur, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Im Berufsleben heißt die Devise aber: Nicht jeder Trend passt ins Büro und nicht jede Farbe steht jedem. Rosé beispielsweise war vorübergehend ausgesprochen trendy. "Das trugen allerdings auch viele, denen es nicht stand", so Geißler.
Ob eine Farbe oder ein Muster jemandem steht, ist natürlich auch eine Geschmacksfrage. "Es muss einfach zur Person passen, also zur Haar- und Augenfarbe und zum Teint", sagt die Stil-Trainerin. Wer beispielsweise ohnehin schon einen rötlichen Hautton hat, kann diesen Eindruck unangenehm verstärken, wenn die Hemdfarbe ebenfalls in diese Richtung tendiert. In solchen Fällen lautet das Motto: "Weniger ist mehr!"
Beherzigen sollte man die Empfehlungen der Expertin jederzeit - denn bei geschäftlichen Anlässen gilt auch im Hochsommer meist Krawattenpflicht. "Allerdings gibt der Ranghöchste die Kleiderordnung vor", so Geißler. Lockert er die Krawatte oder hat sie bereits abgelegt, dürfen alle anderen das auch.
Etwas entspannter wird den aktuellen Knigge-Regeln zufolge die grundsätzlich Frage "Hemd oder nicht?" behandelt. Generell ist ein Hemd laut Geißler bei Geschäftsterminen die erste Wahl zum Anzug oder Sakko. Bei Kundenkontakten sei es Pflicht - es sei denn, das Gegenüber ist es ohnehin anders gewohnt.
Bei Gelegenheiten, an denen "Business Casual" erlaubt ist, kann dagegen ein Polo-Shirt statt des Hemdes getragen werden. Es ist in jedem Fall die bessere Alternative zum T-Shirt. "Schon durch den Kragen sieht es einfach offizieller aus", meint Geißler.
Quelle: dpa-tmn , dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Der Bau der Fahrzeuge dauert bis zu zehn Monate. zum Video