22.07.2010, 19:36 Uhr | cs mit apn und dpa
Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Risiko etwa für Diabetes und sollen mehr zahlen (Foto: imago)
Die Kosten des Gesundheitssystem explodieren - die Politik muss handeln und die Defizite begleichen. Und da zur Zeit das Sommerloch riesige Löcher in die Medienlandschaft reißt, drängen sich Politiker der zweiten Reihe in den Vordergrund, um sich zu profilieren. Meist bringen sie dann mehr als fragliche Vorschläge in die ruhende politischen Debatte ein. So auch der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz, der die Moppel der Nation stärker zur Kassen bitten will. Denn die würden das Solidarsystem schließlich fett belasten. Was halten Sie von dem CDU-Vorstoß? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie rechts oben auf der Seite ab.
Diestärkere finanzielle Belastung von Übergewichtigen rechtfertigt der CDU-Mann gegenüber der "Bild"-Zeitung wie folgt: "Es muss die Frage erlaubt sein, ob die immensen Kosten, die zum Beispiel durch übermäßigen Esskonsum entstehen, dauerhaft aus dem solidarischen System beglichen werden können." Wanderwitz ist Chef der Jungen Gruppe in der Unionsbundestagsfraktion und Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er vertritt den Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II und ist in zahlreichen Ausschüssen des Bundestags vertreten - nur eben nicht im Gesundheitsausschuss.
Wanderwitz appelliert dabei an die Verantwortung der Dicken im Land von Schweinshaxe und Saumagen: "Ich halte es für sinnvoll, dass bewusst ungesund lebende Menschen eine eigene Verantwortung auch in finanzieller Hinsicht tragen." Und er bekommt Rückendeckung von einem Experten. Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem forderte in der Zeitung höhere Steuern für gesundheitsschädliche Konsumgüter. Als Beispiele nannte er Alkohol, Schokolade oder Risikosportgeräte wie Drachenflieger. Die Mehreinnahmen sollten teilweise ins Gesundheitssystem fließen.
Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie in München belasten Folgekrankheiten von Übergewicht das Gesundheitssystem jährlich mit über 17 Milliarden Euro - das sind mindestens zehn Prozent der Gesamtkosten. Bei den häufigsten Krankheiten handelt es sich um Diabetes, Herzkreislaufbeschwerden und Gelenkschäden. "Außerdem benötigen Übergewichtige häufiger psychologische Betreuung als Normalgewichtige", erklärte der Chef des Instituts Günter Neubauer gegenüber "Bild".
Dabei kochen die Vorschläge nach einer Erhöhung der Beiträge für ungesund lebende Menschen oder für Sportler mit Risikosportarten immer wieder hoch. Die Debatte wurde durchaus kontrovers und von Seiten der Betroffenen mit hohen Emotionen geführt. Immer wieder werden Vorwürfe laut, solche Vorschläge diskriminierten Bevölkerungsgruppen. Dabei gilt nach Zahlen des Statistischen Bundesamt immerhin mehr als jeder Zweite als Übergewichtig. Tendenz steigend. Neubauer ist sich sicher: "Die Krankheitskosten werden steigen."
Bislang fand sich für Vorstöße zur stärkeren Belastung von Risikogruppen nie eine Mehrheit. Und das, obwohl laut einer laufenden Studie der Jacobs University Bremen sich die Mehrheit der Bürger für höhere Beiträge bei ungesunder Lebensweise ausspricht. Die Initiatorin der Studie, Adele Diederich, sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Mehrheit der Versicherten befürwortet höhere Zuzahlungen bei ungesunden Verhaltensweisen. Die Bürger sind dabei deutlich einsichtiger und belastbarer, als die Politik annimmt."
cs mit apn und dpa
Krankenkasse schrieb:
am 22. Juli 2010 um 18:57:48
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(0)
an Viele
Vorschlag: Diejenigen, die einen Satz fehlerfrei schreiben können, sollten mindestens 1 % Rabatt bei der Krankenkasse bekommen.
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Kempe Harald schrieb:
am 22. Juli 2010 um 18:55:25
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CDU: Dicke sollen mehr für Gesundheit zahlen
SOMMERTHEATER
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Schlanker1970 schrieb:
am 22. Juli 2010 um 18:53:14
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Die Diskreminierung hat begonnen,
Bin selber nicht Dick, finde diese Aussauge und Vorschlag extrem diskreminierent und polarisiert unsere
Geselschaft. Und so Was schreibt sich "Volkspartei" auf Ihren Fahnen. Weis nur nicht vom welchen Volk die reden. Vielleicht super schlanke nichtrauchende Millionäre die zwar viel Geld verdienen aber am wenigsten für Unsere Geselschaft leisten. Sollche Vorschläge erwachtet man eher von der FDP. Viel Spaß mit den Linken, die kriegen durch sowas immer mehr Zuspruch. Gysi läst grüßen.
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