15.02.2012, 16:14 Uhr | t-online.de - sia
Die Lohnschere in deutschen Unternehmen klafft weit auseinander. So haben nach Angaben der "Bild"-Zeitung etwa im Baugewerbe die Chefs in den letzten vier Jahren im Durchschnitt 12,1 Prozent mehr Gehalt kassiert, der Lohn für ungelernte Arbeiter stieg in dem Zeitraum hingegen nur um 1,8 Prozent. Die Zeitung stützt sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Doch nicht in allen Branchen gehörten die Manager zu den Gewinnern.
"Bild" hat die Entwicklung der durchschnittlichen Brutto-Monatslöhne inklusive Sonderzahlungen in zehn Branchen verglichen. Demnach stiegen in der Baubranche die Verdienste in der Chefetage fast sieben Mal stärker als die Löhne der Arbeiter. Anders sehe es dagegen bei den Banken aus, berichtete die Zeitung. Für Arbeitnehmer in leitender Stellung wurde zwischen 2007 und 2010 ein Lohnzuwachs von 5,5 Prozent ausgemacht. Satte 11,8 Prozent mehr Lohn erhielten aber ungelernte Bankmitarbeiter. In dem Fall wuchs die Vergütung in der Führungsriege also etwa nur halb so stark wie die der Kollegen ohne Fachkenntnisse.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die Zeitung beim Lohnvergleich im Gastgewerbe. Das Salär von Führungskräften nahm hier zwischen 2007 und 2010 im Durchschnitt um 4,6 Prozent zu, während ungelernte Mitarbeiter immerhin 7,4 Prozent mehr Lohn einstecken konnten. Und auch in Callcentern garantiert demnach eine leitende Stellung nicht die dickste Verdienststeigerung. Während Mitarbeiter in entsprechender Position seit 2007 sogar Einkommenseinbußen in Höhe von 4,6 Prozent zu verzeichnen hatten, bekamen Fachkräfte in dem Zeitraum mehr als zehn Prozent mehr Gehalt.
Ungelernte Arbeiter der Branche wiederum hatten 2010 9,9 Prozent weniger in der Lohntüte als 2007. Sie waren damit auch die Verlierer des Lohnvergleichs - gefolgt von ungelernten Arbeitnehmern der Postdienste, deren Vergütung in dem Zeitraum um 5,6 Prozent schrumpfte.
Generell gilt Experten zufolge: Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt bestimmt den Preis. Kräfte mit gefragtem Fachwissen haben in Gehaltsverhandlungen daher klare Vorteile. Für kontinuierliche Lohnzuwächse auch in den niedrigeren Arbeitsebenen setzen sich die Gewerkschaften ein - wie etwa die IG Metall, die derzeit für 6,5 Prozent mehr Lohn in der Branche kämpft.

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Von geringen Lohnzuwächsen - im Maschinenbau legte der Verdienst eines ungelernten Arbeiters von 2007 bis 2010 "Bild" zufolge etwa nur um 1,1 Prozent zu - bleibt im Portemonnaie des Beschäftigten wenig übrig. Im Jahr 2011 stiegen die Nominallöhne gegenüber dem Vorjahr zwar um 3,3 Prozent. Weil aber auch die Preise gleichzeitig um 2,3 Prozent kletterten, blieb nur ein Prozent höherer Reallohn übrig.
Lohnentwicklung in den Jahren 2007 bis 2010 | |||||
Die größten Flops | |||||
Branche | Position | Einkommen 2007* | Einkommen 2010 | Veränderg. | Jobs powered by monster.de |
Callcenter | ungelernte Arbeitnehmer | 1776 € | 1600 € | -9,9% | |
Postdienste | ungelernte Arbeitnehmer | 1902 € | 1796 € | -5,6% | |
Callcenter | angelernte Arbeitnehmer | 1928 € | 1838 € | -4,7% | |
Maschinenbau | ungelernte Arbeitnehmer | 2643 € | 2671 € | +1,1% | |
Gastgewerbe | angelernte Arbeitnehmer | 1565 € | 1591 € | +1,7% | |
Die größten Tops | |||||
Callcenter | herausgehobene Fachkräfte | 3088 € | 3498 € | +13,3% | |
Baugewerbe | leitender Angestellter | 4968 € | 5567 € | +12,1% | |
Banken | ungelernte Arbeitnehmer | 2474 € | 2765 € | +11,8% | |
Callcenter | Fachkräfte | 2231 € | 2490 € | +11,6% | |
Krankenhäuser | leitender Angestellter | 6538 € | 7227 € | +10,5% | |
Quelle: "Bild"-Zeitung, Statistisches Bundesamt
*Durchschnittliche Brutto-Monatsverdienste inklusive Sonderzahlungen
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Quelle: t-online.de
fghz schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:09:06
(71)
(20)
...
ich bin dafür das jeder Politiker wird. Für`s nichts tun viel Geld bis zum Lebensende bekommen (nicht verdienen) .
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Peter schrieb:
am 15. Februar 2012 um 20:00:58
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(19)
Tariflöhne
Der Markt regelt eben nicht den Lohn. Es gibt Tarifverträge, die zwischen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften den Lohn
regelt. Jedoch gibt es viele Unternehmen, die nicht nach Tarif zahlen und die Dumpingspirale geht nach unten. Es kann nicht sein, dass Hungerlöhne vom Staat subvenioniert werden müssen.
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Ben 120 schrieb:
am 15. Februar 2012 um 19:59:05
(74)
(21)
Lohnentwicklung
Sorry, mir kommen die Tränen. Müssen wir jetzt eine Stiftung für Not leidende Manager gründen oder muss die Kanzlerin nun
den Mindestlohn für Manager ausrufen. Haben nicht10% der Bürger 75% des Vermögens und die 90% der Bürgerdie 25% des Restvermögens. Irgendwo stimmt doch was nicht. Ist es nun die Realität oder die Berichterstattung?
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