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China bietet dem Währungsfonds mehr Geld an

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China bietet dem Währungsfonds mehr Geld an

30.03.2009, 12:43 Uhr | sky

China bietet dem IWF mehr Geld - Oriental Pearl-Tower in Shanghai (Foto: imago) China bietet dem IWF mehr Geld - Oriental Pearl-Tower in Shanghai (Foto: imago)China unterstützt die Pläne für eine Ausweitung der Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bewältigung der Weltwirtschaftskrise. Zur Frage, um wie viel die Reserven des Währungsfonds ausgeweitet werden müssen und welche Mitsprache daraus resultieren soll, habe Chinas Regierung aber noch keine konkreten Angaben gemacht, erläuterte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner nach Gesprächen in Peking über den bevorstehenden G20-Gipfel in London vor Journalisten.


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IWF-Mittel sollen aufgestockt werden

Die konkrete Frage der Erhöhung der Gelder sei Gegenstand von Verhandlungen, erläuterte Ferrero-Waldner weiter. Die EU befürworte eine Verdoppelung der IWF-Mittel. China hatte vor einer Woche vorgeschlagen, dass der Währungsfonds für die Beschaffung neuer Gelder auch Schuldverschreibungen ausgeben könne.

Mehr Kontrolle der Märkte

Die EU unterstütze ferner die chinesische Forderung nach einer besseren Mitsprache für Entwicklungsländer in internationalen Finanzorganen. Nach Treffen mit Chinas Vizeregierungschef Li Keqiang und Außenminister Yang Jiechi über die Kooperation mit der EU und die globale Wirtschaftskrise sagte Ferrero-Waldner: "Nach meinem Gefühl sind sie sehr, sehr beunruhigt und wollen aus dem Schlamassel herauskommen." Auf dem G-20-Gipfel gehe es um "praktische Schritte" für eine Wiederbelebung der Wirtschaft und die Aufsicht über die Finanzsysteme. "Wir wollen mehr Regulierung sehen."

Dollar derzeit kein Thema

Für den eigenen Vorschlag zur Schaffung einer neuen internationalen Leitwährung anstelle des US-Dollars wirbt Chinas Regierung allerdings nicht aktiv, wie die EU-Außenkommissarin weiter erläuterte. "Es ist überhaupt nicht erwähnt worden." Es sei auch nicht der richtige Moment für das Thema Dollar (EUR/USD) versus neue Welt-Leitwährung, bekräftigte Ferrero-Waldner.

Weg mit dem Dollar - Peking schlägt neue Leitwährung vor


Brüssel und Peking rücken zusammen

Die Außenkommissarin erwartet künftig eine bessere Entwicklung im Verhältnis zu China. Peking hatte den EU-China-Gipfel im Dezember wegen Verärgerung über das Treffen des damaligen Ratspräsidenten, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, mit dem Dalai Lama, abgesagt. In diesem Jahr soll es zwei Gipfel geben: Außer dem Treffen im Mai in Prag soll es ein weiteres unter schwedischer Präsidentschaft stattfinden. Auch sollen die Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen China und der EU vorangetrieben werden, so dass der politische Teil bis Ende des Jahres abgeschlossen werden könne, sagte Ferrero-Waldner.

China will starke Abnehmer...

China befürchtet einen weiteren Einbruch seiner Exportmärkte und hat darum ein Interesse daran, Abnehmerländer für seine Produkte zu unterstützen. Die Regierung in Peking hat in den vergangenen Jahren ihre Wirtschaftshilfe für afrikanische und asiatische Staaten ausgeweitet und auch mit fragwürdigen Regimen kooperiert. Chinesische Staatskonzerne erhalten im Gegenzug bevorzugten Zugang zu Rohstoff-Reserven.

... und sucht neue Anlage-Möglichkeiten

Außerdem hat Peking ein Interesse daran, seine enormen Devisen-Reserven zu diversifizieren: Möglicherweise will die Volksrepublik ihr Geld dem IWF verzinst zur Verfügung stellen, darauf deutet der chinesische Vorschlag zur Ausgabe von Schuldverschreibungen durch den IWF hin. Derzeit ist die Volksrepublik der größte Käufer von US-Staatsanleihen - China befürchtet aber einen Einbruch des Dollar.


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Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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