
21.09.2011, 10:01 Uhr | Financial Times Deutschland
Der Verfassungsschutz warnt vor Industriespionage aus China (Quelle: dpa)
Der Präsident des Verfassungsschutzes warnt vor elektronischer Ausspähung durch chinesische Hacker. Politische Appelle an die Adresse Pekings verhallen bisher ungehört. Der Schaden für die deutsche Wirtschaft ist hoch.
Trotz aller politischen Appelle nimmt Wirtschaftsspionage gegen deutsche Unternehmen weiter zu. "Es ist nicht zu sehen, dass die Anzahl der Fälle zurückgeht", klagt Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (FTD). Mittlerweile geht die größte Gefahr von elektronischen Angriffen aus: Dabei versucht ein ausländischer Geheimdienst beispielsweise, über Schadprogramme wie Trojaner an sensible Firmeninformationen zu kommen. "Elektronische Angriffe haben sich aus Sicht der Angreifer bewährt", sagte Fromm. "Von daher nehme ich an, dass sie weiter zunehmen werden."
Der Geheimdienstchef vermied es, Verantwortliche zu benennen. Eine genaue Zuordnung der Urheber von Internetattacken sei schwierig, sagte er. Klar sei nur: "Ein Großteil der Angriffe kommt aus dem ostasiatischen Raum." Sicherheitsexperten gehen jedoch davon aus, dass China hinter den meisten Angriffen steckt. Dies steht so auch explizit im aktuellen Verfassungsschutzbericht: Demnach ist die "überwiegende Zahl der in Deutschland festgestellten elektronischen Angriffe mit mutmaßlich nachrichtendienstlichem Hintergrund auf Stellen in China zurückzuführen".
Fromms Zurückhaltung bei der Benennung der Ursprungsländer erklärt sich auch mit der schlechten Erfahrung, die die Bundesregierung mit politischen Appellen an die Führung in Peking gemacht hat. Kritik an der Ausspähung von deutschen Unternehmen und an Hackerangriffen auf deutsche Behörden - etwa bei einem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in China 2007 - verärgerte die Parteibosse und verhallte ungehört.
Stattdessen nehmen die Angriffe zu. Im Verfassungsschutzbericht heißt es dazu: "Kritik aus dem Ausland (...) führte bisher nicht zu einem Rückgang dieser Angriffe. Vielmehr verfeinern die Angreifer ihre Techniken, um die Angriffe zu verschleiern und deren Aufklärung zu erschweren."
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Die Achillesferse für elektronische Spionage in Unternehmen ist deren Anbindung ans Internet. "Ausspähversuche über das Internet sind für die Angreifer risikoarm. Sie können weitgehend sicher sein, dass sie nicht als solche identifiziert werden", so Fromm. Die klassische riskante Wirtschaftsspionage, bei der Agenten sich in Firmen einschleusen oder Mitarbeiter bestechen, nehme im Vergleich ab.
Besonders gefährdet seien "Branchen, in denen deutsche Unternehmen traditionell führend sind, wie Maschinenbau und chemische Industrie", so Fromm. Fremde Nachrichtendienste spähten vor allem zukunftsweisende Technologien aus wie beispielsweise Batterietechnik. Aber: "Angreifer interessieren sich nicht nur für technologisches Know-how, sondern mitunter auch für marktrelevante Informationen aus dem Bereich von Produkt- und Absatzplanung, für Unternehmensstrategien und Forschungsergebnisse", sagte Fromm.
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Der Schaden für die deutsche Wirtschaft ist hoch. Private Schätzungen reichen von 20 bis 50 Milliarden Euro im Jahr. Fromm selbst hält die Auswirkungen für "nicht valide zu beziffern". Er sagte: "Es ist aber von einem hohen Schaden auszugehen. Das Dunkelfeld ist ausgesprochen groß, da Spionagefälle häufig nicht bemerkt werden."
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Insgesamt hätten sich die Schutzmaßnahmen der deutschen Wirtschaft gegen Spionage in den vergangenen Jahren verbessert. "Die Sensibilität ist insgesamt gestiegen, die Kooperation ist sehr viel besser geworden." Beamte des Verfassungsschutzes hielten mittlerweile unzählige Vorträge, um die Wirtschaft besser aufzuklären. Dennoch klagt Fromm, dass Firmen sich nicht immer an seine Behörde wendeten. "Es gibt eine gewisse Zurückhaltung, dem Verfassungsschutz Ausspähversuche oder andere Verdachtsmomente mitzuteilen."
Unternehmen müssten jedoch keinen Imageschaden oder Aufmerksamkeit erregende Ermittlungen fürchten. "Wenn wir Informationen erhalten, werden diese mit größter Diskretion behandelt. Es gibt auf unserer Seite keine gesetzliche Verpflichtung, Anzeige zu erstatten." Dem Verfassungsschutz gehe es darum, die aktuellen Methoden besser zu verstehen, um Unternehmen besser beraten zu können.
In Deutschland herrscht eine striktere Trennung zwischen Wirtschaft und Geheimdiensten als etwa in Frankreich. Während der Verfassungsschutz in Deutschland nur bei Verdacht auf Wirtschaftsspionage durch fremde Geheimdienste tätig werden kann, schützt der französische Staat Unternehmen auch vor Ausspähung durch Konkurrenzfirmen. Die Unterscheidung ist allerdings schwierig - gerade bei den immer beliebteren Internetangriffen.
Quelle: Financial Times Deutschland
Diddie schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 11:03:39
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China
Die schlimmsten Industriespione kommen aus den USA, militärische Anlagen
werden auch zur Industriesponage genutzt und ausgespähte
Pläne dort zum
Patent angemeldet ( s. SPIEGEL vom März 2010 ), was uns tausende von Arbeitsplätzen kostet.
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fundador schrieb:
am 21. September 2011 um 19:04:02
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(0)
Verfassungsschutz
Guten Morgen.
Schon wach geworden ?
Es ist wohl an der Zeit, die eigene Verfassung dieses Vereins zu überprüfen.
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doollesache schrieb:
am 21. September 2011 um 18:41:42
(6)
(4)
chinesischer Spielball
1.600.000.000 Chinesen zu 0.070.000.000 Deutschen und 0.010.000.000 Migranten.
Was bilden sich eigentlich sogenannte
Deutsche Eliten wodrauf ein?
Etwa ab 2035 ist Germany Politisch/ Wirtschaftlich gleich mit Rumänien / Bulgarien jetzt. Moralisch vermutlich auf dem Stand einer Geistig Behinderten-Anstalt ohne Personal.
Also-was sollls? Gebt´ der Politischmoralischgeistiggesellschaftlichen Wende eine Chance und wählt weiter so wie in Berlin.
Dann klappt das mit Deutschland schon 2025
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