09.03.2010, 13:18 Uhr | dpa
China warnt vor Ungewissheiten für die Erholung der Weltwirtschaft. Der neue Exportweltmeister rechnet frühestens in zwei bis drei Jahren mit einer Rückkehr seiner Ausfuhren auf das Niveau zum Beginn der Krise. Vorerst will China den Wert des Yuan nicht steigen lassen, deutet aber eine Abkehr von der festen Wechselkurspolitik in der Zukunft an.
Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking äußerten sich die obersten chinesischen Wirtschaftslenker am Samstag skeptisch über den wirtschaftlichen Aufschwung in China und dem Rest der Welt. China will weiter den inländischen Konsum ankurbeln, um seine Exportabhängigkeit zu verringern und die Wirtschaft zu beleben.
Im Streit mit den USA und der EU über Chinas unterbewertete Währung räumte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan ein, seit Beginn der Finanzkrise den Wechselkurs anders verwaltet zu haben. China werde sich "früher oder später" vor der speziellen Währungs- und Geldpolitik als Reaktion auf die Krise wegbewegen. Der Zeitpunkt für den Rückzug von der Stimulus-Politik müsse aber "mit großer Vorsicht" gewählt werden. China lehne eine Politisierung der Wechselkursfrage ab, sagte der Zentralbankchef auf den Druck der USA und der EU, die China vorwerfen, mit dem unterbewerteten Yuan seine Exporte künstlich zu verbilligen und sich so Handelsvorteile zu verschaffen.
"Die Erholung hat sich noch nicht ausreichend durchgesetzt", warnte der Zentralbankchef. "Es gibt auf dem Weg noch viele Unwägbarkeiten." Nach dem Rückgang der Ausfuhren im vergangenen Jahr um 16 Prozent ist es aus Sicht von Handelsminister Chen Deming auch noch zu früh, für dieses Jahr wieder einen Anstieg vorherzusagen. "Auch wenn Chinas Ausfuhren seit Anfang des Jahres wieder Bewegung zeigen, wird es zwei oder drei Jahre dauern, um wieder das Niveau von 2008 zu erreichen, weil Ungewissheiten in der globalen Erholung bleiben." 90 Millionen Chinesen hingen an der Exportwirtschaft.
Finanzminister Xie Xuren versicherte, China wolle mehr einführen und ein Gleichgewicht zwischen Import und Export erreichen. Die Entwicklung der heimischen Nachfrage habe "enormes Potenzial". China hat die Wirtschaftskrise vergleichsweise gut bewältigt und 2009 sogar 8,7 Prozent Wachstum erreicht. In diesem Jahr wird ein Wachstum von acht Prozent angestrebt, doch rechnen Experten dank massiver Staatsausgaben und Kreditvergabe sogar mit einem größeren Anstieg. Zentralbankchef Zhou Xiaochuan bekräftigte, die "angemessen lockere Geldpolitik" fortsetzen, gleichzeitig aber aufmerksam die Inflation beobachten zu wollen. Die Kontrolle der Preisentwicklung werde in diesem Jahr aber sehr schwierig werden.
dpa
e.m.aue schrieb:
am 8. März 2010 um 18:51:56
(0)
(0)
geldpolitik
es ist erfrischend zu lesen, wie in china über die probleme von wirtschaft und geldpolitik gesprochen wird. in deutschland sieht
keine sau durch, aber das scheint gewollt zu sein.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.