14.06.2011, 15:10 Uhr | dpa-AFX, jdc
Die Gerüchteküche um Deutschlands zweitgrößten Autobauer brodelt weiter. Jetzt sollen tatsächlich die Chinesen ihr Kaufinteresse an Opel bekundet haben, wie die "Berliner Morgenpost" in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Der Mutterkonzern General Motors (GM) soll ein Angebot des chinesischen Autoherstellers BAIC erhalten haben. Teile des Managements in der Detroiter Zentrale von GM seien wohl bereit, die Offerte der Chinesen anzunehmen, schreibt die Zeitung. Die US-amerikanische Opel-Mutter zweifele nämlich an der Überlebensfähigkeit ihrer deutschen Tochter.
Hintergrund für die Verkaufspläne von GM sind strategische Überlegungen. Demnach sei Opel für die US-Mutter aus zweierlei Gründen zunehmend verzichtbar: Erstens glaube GM, den Markt der Klein- und Kompaktwagen mit koreanischen Schwestermodellen bestücken zu können. Zweitens könne die bisher von Opel belieferte Mittelklasse in Europa relativ zügig durch eigene Modelle der GM-Hausmarke Chevrolet ersetzt werden.
2009 hatte es bereits Bestrebungen von GM gegeben, Opel zu verkaufen - ein Deal mit dem österreichischen Zulieferer Magna platzte aber kurz vor dem Ziel. Der Beinahe-Verkauf und mögliche Hilfen des Bundes für den tief in roten Zahlen steckenden Traditionsautobauer hatten monatelang zu einem zähen politischen Ringen geführt.
Mitten in die neuen Verkaufsgerüchte meldete Opel am Donnerstag wegen voller Auftragsbücher Sonderschichten. Dies führt zu kürzeren Werksferien im Stammwerk Rüsselsheim. Statt der ehemals geplanten drei freien Wochen im Juli werde die Frühschicht nun nur noch zwei Wochen und zwei Tage pausieren. Nach dem Ende der Werksferien seien dann zwei Sonderschichten geplant. Insgesamt werde Opel dieses Jahr rund 190.000 Fahrzeuge in Rüsselsheim produzieren - 158.000 davon als Modell Insignia, was einem Plus von 14.000 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr entspreche. Darüber hinaus bereitet Opel den Angaben zufolge wegen der anhaltend hohen Nachfrage "in weiten Bereichen des Rüsselsheimer Werkes" eine Nachtschicht vor.
Im Mai hatte der Autobauer seinen Europa-Marktanteil den siebten Monat in Folge gesteigert. Die Tochter des US-Konzerns General Motors steckt jedoch noch immer in den roten Zahlen und ist mit dem Europa-Geschäft die einzige GM-Region, die Verluste einfährt.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Nido schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:33:53
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Chopel
Es wäre schön, wenn die Chinesen Opel aufkaufen würden. - Wir alle könnten uns dann - wenn wir wollen - einen Astra zum halben
Preis erstehen ? Momentan ist dieses Auto viel zu teuer !- Wo also liegt das Problem ?
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moexli schrieb:
am 11. Juni 2011 um 18:42:01
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Opel
Achtung, wir verkaufen uns an die Chinesen! Bald gehört ihnen alles und wir sind voll abhängig von diesem kommunistischen Staat. Jetzt
schon sind wir nicht mehr in der Lage unsere Güter selber herzustellen. Alles muss billig sein aber eben, zu welchem Preis? Hat sich jemand schon in der westlichen Politik gedanken über die kollosale Umweltzerstörung gemacht, nur damit wir eine möglichs große Gewinnspanne einfahren können? Passt auf was wir unseren Kinder antun!
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Mantafahrer schrieb:
am 11. Juni 2011 um 18:40:03
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@Beobachter
Wenn GM kaputt geht ist mir Wurscht, aber Opel soll weiter leben. Warum Daimler und BMW nicht aufspringen ist mir schleierhaft.
Gerade für diese beiden Premiumhersteller käme ein Zusammenschluß mit Opel sehr gelegen, hat Opel doch das nötige know how für das Kleinwagen- und Kompaktklassesegement was den beiden fehlt um am Markt dauerhaft gut aufgestellt zu sein. Daneben bringt Opel eine alte Tradition als ehemaliger Premiumhersteller mit. VW würde das zittern lernen!
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