08.07.2010, 13:42 Uhr | Financial Times Deutschland
General Motors verkauft Zulieferer Nexteer an Chinesen (Foto: dpa)Nexteer Automotive, ein Hersteller von Steuerungssystemen, werde an die Pacific Century Motors (PCM) veräußert. Das gab General Motors, der größte Autobauer Amerikas, bekannt. Nexteer beschäftigt 6200 Mitarbeiter. Der Käufer aus China ist ein Joint-Venture des chinesischen Zulieferers Tempo und Pekings Stadtverwaltung. Finanzielle Details der Transaktion gab GM nicht bekannt. In Medienberichten war aber davon die Rede, dass die Chinesen rund 450 Millionen Dollar zahlen.
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GM hatte Nexteer im Oktober von seinem früheren Zulieferer Delphi erworben, um Delphis Reorganisation nach der Insolvenz zu unterstützen. Seitdem suchte der Autohersteller aus Detroit einen Käufer für die Sparte. Der Verkauf solle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, teilte GM weiter mit.
Es ist das zweite Mal, dass GM das Geschäft abstößt. Erst Mitte vergangenen Jahres hatte der Konzern die Sparte wieder zurücknehmen müssen. Hintergrund war die Insolvenz der ehemaligen Zuliefertochter Delphi, bei der GM noch in der Pflicht stand. Delphi konzentriert sich nach geglücktem Neustart auf Elektronik, Motoren und Ersatzteile.
Die US-Regierung hatte den Konzern im vergangenen Jahr mit rund 50 Milliarden Dollar Steuergeld vor dem Aus gerettet. Seither hält der Staat knapp 61 Prozent - und will über die Rückkehr des Unternehmens aufs New Yorker Börsenparkett einen Teil des Geldes wiederhaben. Washington soll derzeit davon ausgehen, 15 bis 20 Milliarden Dollar bei dem IPO einzunehmen, das für Herbst geplant ist.
Medienberichten zufolge will die US-Regierung längerfristig eine Minderheitsbeteiligung an dem Autobauer halten. Aktuell ist die Rede davon, dass das US-Finanzministerium rund 20 Prozent seines GM-Anteils im Rahmen des IPO verkaufen will.
Quelle: Financial Times Deutschland
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