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Chinesen kaufen GM Teilegeschäft ab

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Chinesen kaufen GM Teilegeschäft ab

08.07.2010, 13:42 Uhr | Financial Times Deutschland

General Motors verkauft Zulieferer Nexteer an Chinesen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)General Motors verkauft Zulieferer Nexteer an Chinesen (Foto: dpa)Nexteer Automotive, ein Hersteller von Steuerungssystemen, werde an die Pacific Century Motors (PCM) veräußert. Das gab General Motors, der größte Autobauer Amerikas, bekannt. Nexteer beschäftigt 6200 Mitarbeiter. Der Käufer aus China ist ein Joint-Venture des chinesischen Zulieferers Tempo und Pekings Stadtverwaltung. Finanzielle Details der Transaktion gab GM nicht bekannt. In Medienberichten war aber davon die Rede, dass die Chinesen rund 450 Millionen Dollar zahlen.

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GM hatte Nexteer im Oktober von seinem früheren Zulieferer Delphi erworben, um Delphis Reorganisation nach der Insolvenz zu unterstützen. Seitdem suchte der Autohersteller aus Detroit einen Käufer für die Sparte. Der Verkauf solle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, teilte GM weiter mit.

Bessere Chancen für Nexteer durch Unabhängigkeit

Nexteer stellt Lenksysteme und Antriebsstränge her. Die Sparte habe als unabhängiger Zulieferer bessere Chancen auf dem Markt, sagte GM-Strategiechef Stephen Girsky. Viele Autohersteller fürchten um ihre Betriebsgeheimnisse, wenn ein Zulieferer an einen Konkurrenten gekoppelt ist. Hauptabnehmer von Nexteer ist GM. Daneben gehören zu den Kunden Fiat, Ford, Toyota, Chrysler, Peugeot und Citroën.

Es ist das zweite Mal, dass GM das Geschäft abstößt. Erst Mitte vergangenen Jahres hatte der Konzern die Sparte wieder zurücknehmen müssen. Hintergrund war die Insolvenz der ehemaligen Zuliefertochter Delphi, bei der GM noch in der Pflicht stand. Delphi konzentriert sich nach geglücktem Neustart auf Elektronik, Motoren und Ersatzteile.

Vorbereitung auf den Börsengang

Einen geglückten Neustart hat auch GM selbst hinter sich. Nach Blitzinsolvenz und milliardenschwerem Einstieg der amerikanischen Regierung bereitet der US-Autobauer seinen Börsengang vor. Mit der Veröffentlichung der Details zum IPO wird Mitte August gerechnet.

Die US-Regierung hatte den Konzern im vergangenen Jahr mit rund 50 Milliarden Dollar Steuergeld vor dem Aus gerettet. Seither hält der Staat knapp 61 Prozent - und will über die Rückkehr des Unternehmens aufs New Yorker Börsenparkett einen Teil des Geldes wiederhaben. Washington soll derzeit davon ausgehen, 15 bis 20 Milliarden Dollar bei dem IPO einzunehmen, das für Herbst geplant ist.

US-Regierung will Minderheitsbeteiligung halten

GM war wegen einer veralteten Modellpalette und zu hoher Kosten kurzzeitig insolvent und stand unter Gläubigerschutz. Im Zuge dessen wurde das Unternehmen von der Börse genommen. Dank einer Rosskur mit Fabrikschließungen und Stellenkürzungen schaffte der Autobauer zuletzt die Rückkehr in die Gewinnzone.

Medienberichten zufolge will die US-Regierung längerfristig eine Minderheitsbeteiligung an dem Autobauer halten. Aktuell ist die Rede davon, dass das US-Finanzministerium rund 20 Prozent seines GM-Anteils im Rahmen des IPO verkaufen will.



Quelle: Financial Times Deutschland

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