13.05.2011, 17:05 Uhr | dapd, dpa, bv
City BKK: Pleite der Kasse sorgt für Probleme (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
In Deutschland wächst der Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen, die sich weigern, Mitglieder der insolventen City BKK aufzunehmen. In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass die Mitglieder der Kasse, die zum 1. Juli geschlossen wird, von anderen Krankenkassen abgewimmelt worden waren. Das Bundesgesundheitsministerium sprach von einem "unerhörten" Vorgang. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn drohte mit Sanktionen. Das Bundesversicherungsamt (BVA) als Aufsichtsbehörde bestellte für nächste Woche mehrere Kassenvorstände ein.
Spahn bezeichnete das Verhalten der Kassen als "unsäglich". Für große Versicherer wie die AOK sei die Aufnahme der Betroffenen "allemal zu verkraften". SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach von einem "Armutszeugnis". Jetzt sende sogar schon die gesetzliche Krankenversicherung das Signal aus, dass sie Ältere, Kranke und Behinderte nicht wolle.
Die Barmer GEK, die zu den kritisierten Kassen gehört, erklärte zwar inzwischen, sie wolle jeden ehemaligen City-BKK-Kunden aufnehmen, der dies wünsche. Dennoch schloss die Kasse am Freitag ihre neun Kundencenter in Hamburg wegen zu starken Andrangs. "Wir haben hunderte von Anfragen jeden Tag. Nun müssen sich die Mitarbeiter erst einmal um die Anliegen unserer Versicherten kümmern", begründete Wolfgang Klink, Sprecher der Landesgeschäftsstelle Nord, den Vorgang. "99 Prozent der Anfragen kommen von Rentnern, die viel Beratungsbedarf haben", betonte er. In Hamburg suchten etwa 60.000 Mitglieder der insolventen City BKK einen neuen Versicherer.
Der Verwaltungsratschef der Barmer GEK, Holger Langkutsch erklärte derweil, das Solidaritätsprinzip könne nicht exklusiv für einige wenige Krankenkassen gelten. "Im Fall der City BKK geht es auch darum, dass wir zwischen den Kassen und Kassenarten zu einem fairen Ausgleich kommen", sagte er.
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Einige Kassen hatten versucht, die City-BKK-Mitglieder abzuwimmeln. Interessenten wurde erzählt, die Kasse sei schon voll, sie müssten sich ganz hinten anstellen oder es gebe eine Altersgrenze für den Wechsel. Auch wurde der Eindruck erweckt, als würden eventuell nicht die gewohnten Medikamente erstattet. Insgesamt müssen sich rund 168.000 City-BKK-Mitglieder eine neue Krankenkasse suchen. Sie haben damit allerdings noch bis 14. Juli Zeit, sodass sich bis dahin Unklarheiten ausräumen lassen dürften.
Derweil ist auch die BKK für Heilberufe in Schieflage geraten und sucht nach einem Fusionspartner.
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Quelle: dapd , dpa , t-online.de
walt schrieb:
am 21. Mai 2011 um 13:38:37
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bkk pleiten
die BKKs waren vor Gesundheitsfonds Zeiten die Kassen mit den niedrigsten Beiragssätzen. Dank der Politik der SPD Leute
Lauterbach und Ulla Schmidt und ihrem tollen Gesundheitsfonds gehen jetzt genau diese Kassen pleite. Profiteure sind die grossen Kassen mit ihrem aufgeblähten Verwaltungsapparat. Bald gibt es nur noch die Einheitskasse, dann brauch man sich über einen Kassenwechsel keine Gedanken mehr machen. Wird sicher alles besser..... Vielen Dank Ulla
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K.Denzel schrieb:
am 21. Mai 2011 um 12:56:42
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Druck auf Krankenkassen
Der Druck auf Herrn Rösler wäre angebrachter, hier wird ein politisches Ziel, auf dem Rücken der
Pflichtversicherten ausgetragen. Warum sollte ein Arzt den Patienten noch behandeln, wenn dessen Krankenkasse bereits Insolvent ist? Herr Rösler feiert mit seiner Krabbelgruppe indes lieber auf dem FDP-Parteitag grüne Frösche versenken. Piep, piep, piep nur Guido hat ihn lieb!
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Kai schrieb:
am 21. Mai 2011 um 11:07:08
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politikerheuchler
Ach der Jens Spahn, als selbsternannter Gesundheitsexperte. Der würde mMn doch am liebsten die Alten und Kranken
einstampfen, weil sie die `Junge Generation`zu der er sich wohl selber zählt, belasten.
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