16.09.2010, 14:19 Uhr | t-online.de/business
Top 100: Die wertvollsten Marken 2010. (Fotos: Imago)
Coca-Cola, IBM und Microsoft sind 2010 die wertvollsten Marken der Welt, das hat das Marken-Beratungsunternehmen Interbrand herausgefunden und die wertvollsten 100 gekürt. Unter den Top 100 sind auch zehn deutsche vertreten, die wertvollste deutsche Marke ist Mercedes. Wir stellen Ihnen in unserer Foto-Serie die Top 10 der wertvollsten Marken vor und verraten Ihnen, welche deutschen Marken es in das Ranking geschafft haben.
Unangefochtene Nummer eins ist und bleibt Coca-Cola. Der Markenwert des Getränkeherstellers liegt bei 70,45 Milliarden Dollar. Dabei entspricht der Markenwert den zukünftig zu erwartenden Erträgen, die ausschließlich der Markepräsenz zuzurechnen sind. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren wie im vergangenen Jahr der amerikanische Computerhersteller IBM und die Softwareschmiede Microsoft. Der Suchdienst Google macht auch 2010 wieder Plätze gut und heftet sich erstmals auf Position vier direkt an die Fersen von Microsoft.
Deutschland stellt mit zehn vertretenen Marken die zweitstärkste Gruppe und liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA, die mit 49 Marken unter den besten 100 nach wie vor das Ranking dominieren. In der deutschen Gruppe überwiegen die Automobilmarken: Mercedes-Benz bleibt mit 25,18 Milliarden Dollar Markenwert auf Platz zwölf die wertvollste Marke Deutschlands. BMW folgt mit 22,32 Milliarden Dollar auf Rang 15. Mit VW (Rang 53), Audi (Rang 63) und Porsche (Rang 72) sind drei weitere deutsche Automobilhersteller im Ranking. Während Mercedes und BMW ihre Plätze aus 2009 sichern, konnten VW, Audi und Porsche in 2010 sogar jeweils zwei Plätze gutmachen.
Weitere deutsche Marken in der Rangliste sind SAP (Rang 26), Siemens (Rang 49), adidas (Rang 62) und Nivea (87). Den stärksten Wertzuwachs unter den deutschen Marken erzielte die Allianz und gehört damit zu den Top Aufsteigern in diesem Jahr. Mit 28 Prozent Zuwachs konnte der Versicherer in der internationalen Rangliste auf Platz 67 vorrücken. Damit kletterte der Versicherungskonzern 14 Plätze nach oben und legte von 3,93 Milliarden auf 4,90 Milliarden Dollar Marktwert zu.
Weltweit verzeichnet Apple (Rang 17) mit einem Plus von 37 Prozent den stärksten Wertzuwachs. "Durch die tiefe emotionale Bindung, die die Konsumenten zu Apple haben, werden auch schon mal Fehler verziehen. Wie keine andere weckt die Marke Begehrlichkeiten. Mit dem iPad hat sie sogar Bedarf geschaffen, wo es vorher keinen gab", erklärt Walter Brecht, CEO von Interbrand Central and Eastern Europe, die Erfolgsstory von Apple. Google schiebt sich mit dem zweitstärksten Zuwachs an Markenwert (+36 %) von Rang sieben auf Rang vier. Den dritten Platz in der Gruppe der Aufsteiger belegt der kanadische Mobilfunkhersteller Blackberry (Rang 54) mit 32 Prozent Wertzuwachs.
"Das diesjährige Ranking steht im Zeichen der langsamen Erholung", resümiert Nik Stucky, Global Practice Leader Brand Valuation bei Interbrand. "Die 100 bedeutendsten Marken legten im vergangenen Jahr wieder an Wert zu, nachdem 2009 zum ersten Mal in der Geschichte der Best Global Brands der Gesamtwert aller Marken in der Rangliste um 4,6 Prozent gesunken war." Ihr Gesamtwert stieg gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf rund 1,20 Billionen Dollar (2009: 1,16 Billionen Dollar; 2008: 1,21 Billionen Dollar; 2007: 1,16 Billionen Dollar). Damit erreichen die Best Global Brands den Stand wie vor der Krise, wenn auch die früheren Wachstumsraten von acht Prozent noch nicht wieder erreicht sind.
"Die Erholung des Markenwertes in der Summe bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass starke Marken das Potenzial haben, Krisen zu meistern und in einem schwierigen Umfeld bei verschärften ökonomischen Rahmenbedingungen Wert zu generieren. Sie haben damit einen bedeutenden Einfluss auf das wirtschaftliche Wohlergehen von Unternehmen", ergänzt Walter Brecht.
Marken, die im Ranking aufgenommen zu werden wollen, müssen fünf Kriterien erfüllen: Erstens müssen ausreichende, öffentlich zugängliche Marketing- und Finanzdaten vorhanden sein. Zweitens muss die Marke global vertreten sein und auf den wichtigsten Weltmärkten signifikante Erträge erzielen. Dass heißt, mindestens ein Drittel des Umsatzes muss außerhalb des Ursprungslandes erwirtschaftet werden. Drittens muss die Marke durch die Kommunikation eine hohe Marktpräsenz erreichen. Viertens muss der Economic Value Added (EVA) positiv sein. Und fünftens darf die Zielgruppe der Marke nicht ausschließlich aus B2B-Kunden bestehen; die Marke muss eine große Präsenz und Bekanntheit beim Endverbraucher aufweisen.
Das Markenberatungsunternehmen Interbrand wurde 1974 gegründet und kürt seit zehn Jahren regelmäßig die wertvollsten internationalen Marken.
t-online.de/business
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten