18.01.2012, 11:31 Uhr | dpa-AFX, AFP
Das Kapitalproblem der Commerzbank verschärft sich: Einem Pressebericht zufolge dürfte die Kapitallücke der Bank größer ausfallen als bisher gedacht. Das Kreditinstitut rechne inzwischen mit einem Bedarf von rund sechs Milliarden Euro, berichtet "Welt Online" und verweist auf gut informierte Kreise. Damit nicht genug, steht die Commerzbank zugleich im Visier des US-Ratingriesen Moody's und muss mit einer Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit rechnen.
Die europäische Bankenaufsicht EBA hatte im Dezember bei der teilverstaatlichten Bank unter der Annahme einer Verschärfung der Schuldenkrise eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro identifiziert. Hintergrund des Mehrbedarfs sind laut "Welt Online" die derzeit laufenden Verhandlungen um einen Schuldenschnitt Griechenlands.
In den Büchern der zweitgrößten Bank Deutschlands seien Ende des 3. Quartals 2011 die griechischen Anleihen mit 1,4 Milliarden Euro bewertet worden, berichtete "Welt Online". Und das, obwohl die Bank die Papiere 2011 bereits um knapp 50 Prozent nach unten korrigiert habe. Bei den Verhandlungen zwischen Griechenland und den privaten Gläubigern zeichne sich inzwischen aber ein noch weitaus höherer Abschlag ab. Dadurch rückten zusätzliche Abschreibungen in greifbare Nähe.
Wegen ihrer angeschlagenen Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo schließlich könnte sich die Commerzbank außerdem ein schlechteres Rating einhandeln. Moody's prüfe eine Herabstufung der Note A2 für die langfristige und der Note P1 für die kurzfristige Bonität des Instituts, teilte die Ratingagentur mit. Hauptgrund ihrer Bewertung sei das steigende Risiko für Eurohypo, der das klamme Griechenland Geld schuldet. Die Commerzbanktochter hat sich nie von der Finanzkrise 2008 erholt und beschert dem Geldhaus seit Jahren Verluste.
Moody's Drohung wirft zu einem ungünstigen Zeitpunkt schlechtes Licht auf die Commerzbank. Denn an diesem Freitag müssen die Banken an die Aufsicht melden, wie sie den im Bankenstresstest festgestellten Kapitalbedarf decken können. Bis Ende Juni 2012 müssen sie dieses Geld aufgetrieben haben, sonst droht die Zwangsverstaatlichung. Um dieses Schicksal abzuwenden, wird derzeit in der Commerzbank auf Hochtouren ein Maßnahmenplan erarbeitet.
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Nach Informationen von "Welt Online" kann die Bank aber auch die höhere Summe aus eigener Kraft stemmen. Mit 250 Millionen Euro sollen die Beschäftigten zum Kraftakt beitragen: Das Geldhaus wolle den Mitarbeitern anbieten, gegen einen Aufschlag ihre Boni in Aktien zu tauschen. Dabei handele es sich um außertariflich Angestellte, die nicht in der Investmentbank arbeiten. Die Aktien sollen keiner Halteverpflichtung unterliegen.
Zudem soll laut dem Bericht eine Reihe von Geschäftsteilen veräußert werden. Dazu gehört die 15-Prozent-Beteiligung an der russischen Promsvyazbank. Damit könnte die Bank die Kapitalbasis um einen Betrag von 200 bis 300 Millionen Euro erhöhen. Zudem bereitet das Geldhaus vor, Nachrangkapital in Aktien zum Umtausch anzubieten.
Eine derartige Transaktion hatte zum Jahresende bereits 700 Millionen Euro an hartem Kapital eingebracht. Hinzu kommen die bereits bekanntgegebenen Maßnahmen: So will der Vorstand durch den Abbau von Risikoaktiva rund 2,7 Milliarden Euro Kapital freisetzen und rund eine Milliarde Euro Gewinn einbehalten.
Ob die Allianz ihre stille Einlage in Aktien tauscht, ist dem Vernehmen nach noch immer nicht fixiert. Eine Wandlung könnte weitere 750 Millionen Euro bringen. "Die Bank schafft es aber auch ohne die Allianz", sagt eine mit den Vorgängen vertraute Person. "Die Commerzbank braucht in keinem Szenario staatliche Stützung."
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Quelle: AFP , dpa-AFX
The Next schrieb:
am 21. Januar 2012 um 15:06:14
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Commerzbank
5 % Zinsen auf Spareinlagen auf unbegrenzte Zeit. Somit sind 7 Milljarden bis Mai auf den Commerzbankkonto. Nur Mut meine Herrn
Bänker, und immer locker bleiben.
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ex cdu ler schrieb:
am 18. Januar 2012 um 15:33:01
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schluss
jetzt muss mal Langsam Schluss sein das Parasiten Banken wie die Commerzbank gerettet werden.Trennbankensystem einführen und solche
Banken ab in die Insolvenz!
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Ralf schrieb:
am 18. Januar 2012 um 14:13:28
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Commerzbank
Die Bank in die Insolvenz schicken und die Verantwortlichen hinter Gitter.
Das wäre jedenfalls Gerechtigkeit.
Aber darauf
können wir alle lange warten.
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