13.01.2012, 08:28 Uhr | t-online.de
Die Commerzbank hat ein gigantisches Kapitalproblem. Bis Sommer braucht sie über fünf Milliarden Euro. Doch den Fehlbetrag will das teilverstaatlichte Institut ohne Berlins Hilfe stopfen. Auch soll es keine Kapitalerhöhung geben, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf ein Konzept von Bankchef Martin Blessing. Demnach verfolge der Banker recht eigenwillige Pläne: Er wolle sich die 5,3 Milliarden Euro allein über den Markt besorgen.
Blessing hatte wiederholt betont, die Commerzbank wolle die von der europäischen Bankenaufsicht EBA identifizierte Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro ohne staatliche Hilfe stopfen. Dabei setzt das Institut auf verschiedene Elemente. Am Vortag hatte es geheißen, die Commerzbank wolle bei der Erhöhung des Eigenkapitals auf die Hilfe der Allianz setzen. Der Versicherer wolle eine stille Beteiligung an der Bank in Höhe von 750 Millionen Euro so umwandeln, dass sie als hartes Kernkapital anerkannt werde, berichteten die "Financial Times Deutschland" und das "Handelsblatt".
Daneben soll der Abbau von Risiken 2,7 Milliarden Euro bringen. Zudem will die Bank nachrangige Anleihen im Wert von 700 Millionen Euro zurückkaufen, um so ihre Verbindlichkeiten zurückzufahren. Darüberhinaus wolle die Bank Gewinne einbehalten, hieß es aus Verhandlungskreisen. Dies soll gut eine Milliarde Euro bringen. "Der Kapitalplan enthält keine Kapitalerhöhung“, hieß es in den Kreisen weiter. Diese Option wolle sich die Bank allerdings in der Hinterhand behalten.
Weiter hieß es in dem Bericht, die Abspaltung der Immobilientochter Eurohypo sei mittlerweile vom Tisch. Ursprünglich gab es Überlegungen, das kriselnde Institut in eine staatliche Bad Bank zu überführen. Diese muss wegen der Staatshilfen allerdings bis 2014 verkauft werden.
Blessing wolle sein Konzept kommende Woche Finanzminister Schäuble präsentieren. Daneben müsse noch die Finanzaufsicht BaFin die Pläne absegnen. Bis 20. Januar muss der Plan dort eingereicht worden sein. Allerdings könnte die Behörde Nachbesserungen von der Bank fordern. So wolle die BaFin die Umsetzbarkeit der Strategie streng prüfen, hieß es aus den Kreisen. So müsse der Plan sicherstellen, dass die Commerzbank über eine längere Zeit ausreichend kapitalisiert ist.
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Quelle: t-online.de
Michael Muelverstedt schrieb:
am 13. Januar 2012 um 18:39:44
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Staatsverzicht
Ich bin über die dresdner Bank wie die Jungfrau zum Kind zur Commerzbank gekommen, habe einen sehr netten Berater, aber was
hilft mir das alles. Langsam denke ich, ich bin besser aufgehoben bei einer Genossenschaftsbank wie Volksbank oder Sparkasse, die in dem ganzen trubel nie von sich reden gemacht haben. Weil die eben nicht zocken, nur um ihre Aktionäre zufrieden zu stellen. Banken sollen für den verbarucher da sein und nicht umgekehrt.
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hanserl schrieb:
am 13. Januar 2012 um 15:04:18
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commerzbank
dieser herr blessin hatte schon alleine mit dem aufkauf der dresdner
irrationale bankgeschäfte getätigt und wurde nur von MUTTI
als systemrelevante bank gerettet.steuergelder abgefasst und verschleudert.dann sitzt er mit schäuble auf dem gleichen stuhl.anleger auszahlen und schliessen.
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Bürger schrieb:
am 13. Januar 2012 um 12:10:59
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..hat die Commerzbank bisher..
..auch nur 1 Cent Zinsen für die 18 Steuer-Milliarden gezahlt ? Darüber habe ich noch kein Wort gelesen !
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