19.01.2012, 15:30 Uhr | dpa, t-online.de
Die Commerzbank will die von der europäischen Bankenaufsicht EBA beanstandete Milliarden-Kapitallücke aus eigener Kraft und damit ohne weitere Staatshilfe schließen. Das teilte das Bankhaus mit. Mit verschiedenen Maßnahmen soll das Kernkapital um 6,3 Milliarden Euro gestärkt werden. Die EBA zweifelt allerdings daran, dass das Kreditinstitut ohne Staatshilfe auskommt.
Die EBA hatte eine Lücke von 5,3 Milliarden Euro festgestellt. Vorstandschef Martin Blessing hatte zuletzt immer wieder betont, dass er nicht noch einmal - wie nach der Finanzkrise 2008 - Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen will. Der Bund ist derzeit noch mit 25 Prozent an dem zweitgrößten deutschen Geldhaus beteiligt.
Zusätzliches Eigenkapital in Höhe von drei Milliarden Euro habe die Bank bereits zusammen. Weitere 3,3 Milliarden Euro sollen im ersten Halbjahr 2012 dazukommen, vor allem durch die Verringerung von Risikoposten und durch einbehaltene Gewinne. Commerzbank-Aktien legten nach Vorlage des neuen Kapitalplans zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.
Laut einem Bericht der "Financial Times" (FT) sieht die EBA es jedoch als "fast unausweichlich" an, dass die Nummer zwei der deutschen Banken erneut auf staatliche Unterstützung zurückgreifen muss. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen hochrangiger EBA-Beamter vor Veröffentlichung des konkreten Plans der Bank.
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Quelle: t-online.de , dpa
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