23.12.2011, 14:52 Uhr | dapd, dpa-AFX
Paukenschlag im Euroraum: Die Ratingagentur Fitch reagiert auf anhaltende Probleme im Bankensektor und stuft fünf europäische Institute herunter. Die Banken können sich im Zweifelsfall nicht mehr auf staatliche Hilfe verlassen und müssen stark aufgestellt sein. Diese Institute sind betroffen.
Die Bonitätsnoten der französischen Finanzinstitute Crédit Agricole und Banque Fédérative du Crédit Mutuel sowie der dänischen Danske Bank, der finnischen OP Pohjola Group und der niederländischen Rabobank Group wurden um jeweils eine Stufe herabgesetzt. Zur Begründung wurde auf die Euro-Krise und das angespannte Geschäftsklima im Bankensektor verwiesen. Damit dürfte es für sie nun teurer und schwieriger werden, an frisches Geld zu gelangen. Denn je schlechter ein Rating ist, desto höhere Risikoaufschläge verlangen Investoren in der Regel.
Die Geschäfte zwischen den einzelnen Kreditinstituten auf dem sogenannten Interbanken-Markt würden nicht mehr reibungslos ablaufen, schrieb Fitch. Bei der Danske Bank und der Credit Agricole monierten die Ratingwächter ihr Engagement in problembehafteten Eurostaaten. Alle fünf Banken haben allerdings weiterhin eine gute Bonität mit Noten zwischen "AA" und "A". Auch die beiden anderen namhaften Ratingagenturen S&P und Moody's hatten europäische Banken bereits abgestuft oder vor derartigen Schritten gewarnt.
Die Snoras-Bank mussten wegen Betrugsvorwürfen notverstaatlicht werden. zum Video
Die Herabstufungen der Crédit Agricole und der Danske Bank spiegelten das Engagement von Tochtergesellschaften der beiden Institute in den von der Schuldenkrise besonders stark betroffenen Euro-Staaten wider, hieß es in einer Mitteilung der Ratingagentur. Alle fünf Banken hätten allerdings ihre Position bezüglich Kapital und Liquidität zuletzt gestärkt. Dies habe sie vor noch deutlicheren Herabstufungen bewahrt.
Die Annahme, dass staatliche Unterstützung für Banken in Notlage weniger wahrscheinlich wird, hatte Fitch bereits im Oktober zu mehreren Herabstufungen veranlasst. Damals waren die britischen Großbanken Royal Bank of Scotland und Lloyds Banking Group sowie die schweizerische UBS von der Neubewertung betroffen.
Quelle: t-online.de , dapd , dpa-AFX
der Weise schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 23:36:14
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schreibt...
wenn der Euro und die Banken platt gehen hat es auch Vorteile: ich kann mein Haus mit einem 200.000 € Schein auf einmal
abbezahlen und bekomme sogar noch Geld raus! Das hatten wir doch schonmal vor etwa 70 Jahren. Jede Medaille, äähm jeder Euro hat 2 Seiten - gell???
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Fragesteller schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 22:12:04
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Cui bono?
Wer hat das Geschäftsmodell "Rate-Agentur" erfunden? Sind nicht ohne rating über Jahrhunderte solide Bankgeschäfte
abgewickelt worden? Werden diese Agenturen nicht von den "Bänkstern" bezahlt, die jetzt vom Krieg gegen die europäischen Staaten und Banken profitieren ? Dieser Krieg mit dubiosen Gutachten scheint mehr einzubringen, als ein Krieg mit Waffen. Die Waffen müssen erst einmal bezahlt werden. Den "Rate-Leuten" reicht ein simpler Computer
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Beobachter schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 21:56:07
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Europa, hör endlich die Signale
Die "Rate-Agenturen" haben einen Finanzkrieg gegen Europa und den Euro gestartet. Europa muß
endlich mit einer Stimme gegen diesen Machtapparat vorgehen. Wie kann es sein sein, daß 3 private amerikanische Institute die Finanzwelt Europas beherrschen? Welche MAFIA steckt hinter diesen dubiosen "Rate-team" ? Europa sollte sich endlich machen, oder sich uneigennützige Freunde suchen.
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