
07.09.2010, 13:59 Uhr | Financial Times Deutschland
In Deutschland sind aktuell 113.000 Unternehmen pleitegefährdet. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. 3,46 Prozent aller 3,3 Millionen Unternehmen müsse hierzulande derzeit eine sehr schwache Bonität bescheinigt werden, teilte die Unternehmensgruppe am Dienstag in Neuss mit. Der Anteil der als risikoreich eingestuften Unternehmen lag damit nur knapp unter den Werten der Jahre 2008 und 2009.
In seinen Bonitätsurteilen bewertet Creditreform die Fähigkeit von Unternehmen, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Dabei werden mehrere Faktoren beurteilt, beispielsweise die bisherige Zahlungsweise, die Jahresabschlüsse oder die Entwicklung des Eigenkapitals.
Die Firmen in Deutschland hätten zwar den Schock der jüngsten Konjunkturflaute überstanden, teilte die Auskunftei mit. Allerdings sei die Zahlungsfähigkeit vieler deutscher Betriebe durch die Wirtschaftskrise und Finanzierungsengpässe noch immer erheblich angegriffen. Sollte der aktuelle konjunkturelle Aufschwung abbrechen, drohen den 113.000 gefährdeten Unternehmen das Abrutschen in die Insolvenz.
Insgesamt beobachtet Creditreform wieder einen positiven Trend in Punkto Zahlungsfähigkeit. Seit diesem Frühjahr habe sich die Liquiditätssituation in den deutschen Betrieben wieder verbessert. "Es konnten wieder mehr Firmen ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen", so das Fazit der Experten. Der Anteil der als finanziell instabil klassifizierten Unternehmen habe sich gegenüber dem Jahresende 2009 um 1,7 Prozent - oder 2000 Unternehmen - verringert.
Allerdings würden derzeit noch immer deutlich mehr Betrieb als vor der Krise mit einer sehr schwachen Bonität bewertet. Als stabil habe sich der Mittelstand in der jüngsten Krise erwiesen. Im Schnitt seinen Großunternehmen deutlich stärker heruntergestuft worden als kleinere Unternehmen.
Zwischen den einzelnen Branchen gibt es deutliche Unterschiede in Sachen Zahlungsfähigkeit. Das Hotel- und Gastgewerbe schneidet unter allen Branchen am schwächsten ab, hier liegt die Bonität deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. Die beste Bonität hätten Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie.
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Im Krisenjahr 2009 betrug die Zahl der Konkurse in Deutschland 33.000 - damit gingen zwölf Prozent mehr Firmen pleite als 2008. 2003 und 2004 hatte die Bundesrepublik mit 40.000 Fällen einen Höchststand an Insolvenzen verzeichnet. In diesen Jahren machten sich die Nachwirkungen der geplatzen Dotcom-Blase besonders stark bemerkbar.
Quelle: Financial Times Deutschland
x-ray schrieb:
am 7. September 2010 um 18:57:31
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Pleiten
Wir werden nur aufs Korn genommen von dieser Regierung !
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Loser schrieb:
am 7. September 2010 um 18:38:38
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Creditreform Untersuchung
Stimmt was die Creditrefom sagt. Ich stehe auch mit dem Arsch an der Wand! Aber irgendwann kommt der gefühlte
Aufschwung auch bei mir an. Wir werden ganz schön verarscht. Vielleicht kann Sarrazin auch einmal ein Buch über diese Thema schreiben!
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lilli schrieb:
am 7. September 2010 um 18:30:36
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selbstverschuldet
Das Kneipensterben ist selbstverschuldet und nicht dem Rauchverbot zuzuschreiben.
Wer ncihts wird, wird kneipenwirt. Wird
Zeit, dass diese Räucherkneipen mit ihren dubiosen Beschäftigungen von der Bildfläche verschwinden. Ich hedenfalls weine dieser angeblichen "Kneipenkultur" (so ein Unsinn) keiner Träne nach.
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