19.05.2012, 12:48 Uhr
Der Dachs fährt bergab (Quelle: Gaby van Emmerich)
Die Unsicherheit über den Verbleib von Griechenland im Eurosystem dürfte die Aktienmärkte auch in der kommenden Woche weiter in Atem halten. Hochnervös wartet die Finanzwelt auf den Ausgang der Mitte Juni anstehenden Neuwahlen in dem krisengeplagten Euroland. Sollte sich die neue Regierung nicht konsequent hinter den mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparkurs stellen, könnte dies unabsehbare Folgen auf die gesamte Eurozone haben, wird befürchtet.
Die größte Sorge bereitet eine mögliche Sogwirkung auf ebenfalls finanziell stark angeschlagene Euroländer wie Portugal, Spanien oder Italien. "Kurzfristig ist die Chance auf eine nachhaltige Entspannung recht gering. Wie ein Damokles-Schwert werden die Neuwahlen in Griechenland über den Kapitalmärkten schweben", schreiben daher die Experten der Landesbank Berlin (LBB) und erwarten für DAX und EuroStoxx 50 eher weitere Kursverluste.
Allein in dieser zu Ende gegangenen Woche erlitt der deutsche Leitindex ein Verlust von 4,7 Prozent. Sein bisheriger Jahresgewinn von knapp 22 Prozent, den der DAX Mitte März erzielt hatte, schmolz inzwischen auf rund sechs Prozent zusammen.
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Die Schwankungen in den Indizes dürften wegen der laut LBB "immensen Unsicherheit" in den kommenden Wochen weiter ausgeprägt bleiben. Zusätzliche Nahrung könnten sie durch weltweite Konjunktursorgen erhalten. In der neuen Woche jedoch bleibt es diesbezüglich wohl eher ruhig.
Mit Interesse dürfte der EU-Sondergipfel am Mittwoch in Brüssel zum Thema Wirtschaftswachstum in der Eurozone verfolgt werden. Zudem könnten die Einkaufsmanager-Indizes der Euroländer und das Ifo-Geschäftsklima als wichtiger Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft am Donnerstag größere Beachtung finden.
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Quelle: dpa-AFX , t-online.de
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