03.11.2011, 18:25 Uhr | AFP
Die Desertec-Intitiative bekommt auch Rückendeckung aus Deutschland - Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat Marokko 80 Millionen Euro für die Förderung der Solarenergie zugesagt.
Das Geld sei für die Finanzierung eines Solarkraftwerks und einer Wasserentsalzungsanlage bestimmt, teilte das Ministerium mit. Marokko kündigte unterdessen an, bis 2016 seine Stromproduktion um 86 Prozent erhöhen und rund zehn Milliarden Euro investieren zu wollen.
Bei seinem Besuch in dem nordafrikanischen Land sagte Niebel, Deutschland schätze Marokko als reformorientierten und verlässlichen Partner. Nach Angaben des Ministeriums hat Deutschland bereits zwei Windparks in Tanger unterstützt. Derzeit plane die Regierung in Rabat den Bau eines Solarkraftwerks in Ouarzazate, das Deutschland wegen seiner Parabolrinnen-Technik fördere. Das Kraftwerk ist Teil der in Deutschland gegründeten Desertec-Initiative, die in großem Umfang Solarkraftwerke und Windparks in Nordafrika errichten will.
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Desertec hatte vergangene Woche angekündigt, bereits 2012 eine Pilotanlage in Marokko bauen zu wollen. Das Kraftwerk soll demnach eine Kapazität von 500 Megawatt haben und damit halb so viel Energie produzieren wie ein Atomkraftwerk. Die Energie soll lokal verwendet, aber auch nach Europa exportiert werden, sagte Projektleiter Ernst Rauch der "Süddeutschen Zeitung".
Erneuerbare Energien spielen auch eine wichtige Rolle in Marokkos Plan zur Steigerung der Stromerzeugung. Wie die marokkanische Elektrizitätsbehörde am Dienstag mitteilte, soll die Stromproduktion bis 2016 um 86 Prozent erhöht werden.
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Die Gesamtproduktion solle bis dahin auf knapp 5500 Megawatt steigen, wobei die Hälfte aus erneuerbaren Energiequellen stammen solle, sagte Generaldirektor Ali Fassi Fihri. Die Investition in die Stromproduktion solle die Versorgungssicherheit und die Versorgung ländlicher Gegenden verbessern.
Marokko hat seit 2009 umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro in die Solarenergie investiert. Bis 2020 will Marokko 42 Prozent seines Strombedarfs aus der Energie der Sonne gewinnen.
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Quelle: AFP , t-online.de
Tell59 schrieb:
am 3. November 2011 um 12:38:35
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Meerwasserentsalzung und Sonnenenergie gehen zusammen – doch das ist NICHT Desertec!
Nordafrika braucht Trinkwasser – nicht zuletzt, um
Früchte und Gemüse zu ziehen, das wir im Winter gerne kaufen. Meerwasserentsalzung ist enorm energiefressend. Bislang werden diese Anlagen mit fossiler Energie betrieben. Es ist also völlig richtig, diese Energie von einer neben der Entsalzungsanlage gebauten Solarquelle zu beziehen, weil es der dortigen Bevölkerung Arbeit und Lebensqualität bringt. Desertec hingegen ist ein Feudalprojekt, das nur dem Stromexport und dessen Betreibern dient.
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Klaus P. schrieb:
am 3. November 2011 um 11:36:52
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falsch
Anstatt die Entwicklungshilfe für so ein Schwachsinn ausgegeben wird ,wäre es besser man baut auf zuverlässige konventionelle
Energie.Das beste ist man Baut neue Atomkraftwerke in Deutschland und Nordafrika!!!!
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Ultimo Imperior schrieb:
am 3. November 2011 um 11:13:12
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Berliner Witzfigurenmuseum
Hier bei uns stehen erste Windräder still, weil die maroden Stromnetze überlastet sind und ein spätrömisch
dekadenter Tagträumer verschenkt unser Geld an politisch unsichere nordafrikanische religiöse Monarchien. Scheint in Spanien etwa keine Sonne ? Braucht Spanien nicht dringend Arbeitsplätze für die Jugend ? Braucht Spanien nicht dringend jede Investition, weil es ziemlich pleite ist ? Sowas scheint einen Mister Niebel und seine gelbsüchtige Mövenpicktruppe jedoch nicht zu interessieren.
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