12.09.2011, 14:08 Uhr | dapd
Daimler-Mitarbeiter bei Montage der C-Klasse (Quelle: dapd)
Die großen deutschen Autokonzerne spüren kaum etwas von der sich abschwächenden Konjunktur. Nach einer Umfrage rechnen alle Hersteller damit, in diesem Jahr die angestrebten Ziele zu erreichen. Für das kommende Jahr erwartet die Branche erneut Zuwächse.
Volkswagen und BMW meldeten am Freitag gestiegene Verkaufszahlen für August und äußerten sich sehr optimistisch für 2012. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht "gute Vorzeichen". Der Manager äußerte sich zusammen mit BMW-Chef Norbert Reithofer, VW-Chef Martin Winterkorn und Audi-Chef Rupert Stadler in einer Umfrage des "Handelsblatts" wenige Tage vor der Internationalen Automobilaustellung IAA in Frankfurt.
Die für dieses Jahr angepeilten Rekordgewinne wollen die Autohersteller für den Einstieg in die Elektromobilität nutzen. "Die Erlöse aus dem Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor sichern die Investitionen in Zukunftstechnologien", sagte Stadler.
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BMW sieht bislang keinerlei Vorzeichen einer Wirtschaftskrise, wäre aber nach den Worten von Finanzvorstand Friedrich Eichiner inzwischen gut darauf vorbereitet. "Wenn das gleiche wie 2008 nochmal passieren würde, würden wir mit Sicherheit keinen Verlust machen im Autogeschäft", sagte er vor Journalisten in München.
Im August erreichte der Marktführer bei Luxusautos erneut einen Rekordabsatz mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent. "Im September rechnen wir mit einem zweistelligen Wachstum", sagte Vertriebschef Ian Robertson in München und verwies auf den Verkaufsstart des neuen 1er in diesen Tagen.
Europas größter Autokonzern Volkswagen steigerte den Absatz im August um 9,5 Prozent. "Erstmals konnten wir bis August deutlich über drei Millionen Fahrzeuge verkaufen. Trotzdem beobachten wir die Entwicklungen auf den weltweiten Automobilmärkten sehr genau", erklärte Vertriebsvorstand Christian Klingler.
Auch der Vorstand der Daimler-Lastwagensparte, Andreas Renschler, rechnet weiter mit guten Geschäften. "Das Wachstum wird sich etwas verlangsamen, aber es wird weiterhin aufwärtsgehen", sagte Renschler der "Financial Times Deutschland". Trotz Anzeichen einer Abschwächung der Konjunktur habe er "keine Signale, wonach unser Geschäft einbrechen könnte".
Auf dem wichtigen US-Markt erwarte er ein Wachstum von 30 bis 35 Prozent bis Ende des Jahres. Auch 2012 werde Daimler bei den Nutzfahrzeugen Zuwächse verzeichnen. Die Lkw-Branche reagiert später auf Konjunkturzyklen als die Pkw-Branche.
Der Reifenhersteller Continental spürt derzeit keinen Rückgang seines Geschäfts. "Wir merken momentan nichts von einer Abschwächung", sagte der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir rechnen derzeit für 2012 mit einer Abkühlung, aber nicht mit einer schweren Rezession." Er gehe für 2011 von einer Weltproduktion bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von 75 bis 78 Millionen Fahrzeuge aus. Doch selbst stagnierende Volumina wären "keine Katastrophe". Selbst dann würde Conti «immer noch um einen mittleren einstelligen Prozentsatz» wachsen.
Dagegen sieht der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer schwierige Zeiten auf die Branche zukommen. Die Nachfrage werde nächstes Jahr nicht mehr wachsen, 2012 werde "zum Jahr der Stagnation im Weltautogeschäft", schrieb Dudenhöffer in einem Ausblick auf die Automobilausstellung IAA, die nächste Woche beginnt. Die Jubelparty müsse vertagt werden.
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Quelle: dapd
Schakal schrieb:
am 10. September 2011 um 09:29:17
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Autoindustrie
Kann ja alles sein.
Was aber nicht gewertet bzw. beachtet wird, das 80% -90 % der PKW zumindest im Innland auf Kredit oder
durch Leasing gekauft werden.
Also über Verschuldung. Und da tickt dann die nächste Bombe. Alles nur alles auf Pump. De Automobindustrie kann das ERST einmal egal sein. Was es für den Rest der Volkswirtschaft bedeuten kann bzw. was es über die Lage aussagt steht auf einem ganz anderen Blatt.
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Flitz schrieb:
am 10. September 2011 um 09:12:57
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China´s Taktik
Neugündungen von Werken in China unter neuen Namen(brillance/ BMW)
werden zu billigen Importen aus China führen und die
Absätze der Stammfirmen
erheblich schmälern.Ich brauche nicht den neuesten Stand,das Vorgängermodell
nunmehr billiger in China produziert,ist für mich als Rentner ausreichend.Fazit:
Am Ende kauft wegen höherer Absätze Brilliance dann BMW auf!!!Technisch ist China in der Lage Lizenzen durch eigene Verbessrungen zu umgehen.
Die Magnetschwebebahn ist das beste Beispiel!!
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Lothar schrieb:
am 10. September 2011 um 08:42:11
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Autoindustrie
Ich muss mich doch wundern,wieviel Lohn in der Autoindustrie verdient wird. 25,60 Euro plus Zulagen ? Da träumt ein
Facharbeiter von. Kein Wunder,das die Blechkisten so teuer sind. Ich werde diesen Lohnwucher nicht unterstützen. Mein Auto ist ein Dacia. Der kostet neu 8600 Euro.
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