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Fehlerhafte Abrechnungen bei Bahn-Tochter
25.08.2008, 09:45 Uhr | lgs
Auch in Deutschland unterwegs: Schenker (Foto: dpa)Der Deutschen Bahn ist durch "fehlerhafte Abrechnungen" bei ihrer belgischen Spediteurstochter Schenker NV ein Schaden in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe entstanden. Wenige Wochen vor dem geplanten Börsengang berichtete der Konzern in Berlin von dem Fall, dessen Details noch untersucht würden. Der auch für Belgien zuständige Finanzvorstand der Schenker Deutschland AG, Hugo Ruhmann, übernahm nach Angaben aus Bahnkreisen die Verantwortung und wird das Unternehmen Ende August verlassen.
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Keine Angaben über strafrechtliche Relevanz
Eine Konzernsprecherin wollte nicht sagen, inwieweit der Sachverhalt strafrechtlich relevant ist. Die Bahn machte ebenso keine Angaben dazu, ob die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird. Das Unternehmen Schenker NV mit Sitz in Antwerpen gehört zu der Bahn- Frachtsparte DB Schenker. Es hat 650 Beschäftigte und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 242 Millionen Euro.
Antikorruptionsbeauftragter mit Prüfung der Angelegenheit betraut
Bahn-Logistik-Vorstand Norbert Bensel teilte mit, der Schaden treffe "in keiner Weise unsere Kunden". Der Vorgang beziehe sich allein auf Schenker. Der Antikorruptionsbeauftragte der Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, befasst sich mit dem Fall. Über den Verbleib des Geldes müsse "das Management in Antwerpen Erklärungen liefern", sagte er laut Mitteilung. In der Bilanz der Bahntochter DB Mobility Logistics AG für das erste Halbjahr sei der Sachverhalt bereits vollständig berücksichtigt worden.
Konzern geht an die Börse
Der Konzern will 24,9 Prozent dieser Gesellschaft, in der die Verkehrs- und Transportsparten gebündelt sind, im Herbst an die Börse bringen. In Finanzkreisen wurde zuletzt der 27. Oktober als angestrebter Termin für den Börsengang genannt.
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Quelle: t-online.de
, dpa