
16.08.2011, 08:09 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Bahn hat ein Problem mit demotivierten Mitarbeitern (Foto: dpa)
Die Deutsche Bahn hat ein schwerwiegendes Problem mit demotivierten Mitarbeitern. Einer internen Umfrage zufolge sind nahezu 70 Prozent der Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz und durch ihre Tätigkeiten frustriert. Dies geht nach FTD-Informationen aus einer Erhebung hervor, die Konzernmarketing-Chef Ulrich Klenke kürzlich zusammengestellt hat.
Ein Bahn-Sprecher bestätigte die Umfrage, wollte sich zu Details aber nicht äußern. Der Konzern steuere bereits gegen, etwa durch bundesweite Mitarbeiter-Konferenzen. "Wir haben einen breiten Lern- und Veränderungsprozess angestoßen", sagte er.
Ein Bahn-Manager nannte die Ergebnisse der Stichprobenumfrage unter den 190.000 deutschen Mitarbeitern "erschreckend". Für das Dienstleistungsunternehmen Bahn sind zufriedene Mitarbeiter existenziell wichtig - geht es doch um den direkten Kontakt mit täglich Millionen von Kunden.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Der Konzern braucht auch deshalb ein gutes Image, weil er künftig wieder verstärkt Personal wie Ingenieure einstellen will. Vor allem im Personenverkehr kämpft die Bahn mit zahlreichen Problemen, etwa der unzuverlässigen ICE-Flotte, Zugverspätungen und Ausfällen der S-Bahn in Berlin.
Die Kritik der Bahn-Beschäftigten an ihrem Unternehmen fällt auch im Vergleich mit den einstigen Staatsunternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom hart aus. Beide schnitten in vergleichbaren Erhebungen deutlich besser ab als die Bahn.
Deren Mitarbeiter klagen zum Beispiel über zu geringe unternehmerische Freiheiten, lange Entscheidungswege, undurchschaubare Strukturen, überzogene Ziele oder eine veraltete Informationstechnik. Bei der Eisenbahngewerkschaft EVG hieß es, auch die unklare Zukunft der Bahn belaste die Beschäftigten. Die Regierung verweigere die Antwort darauf, ob aus dem Staatskonzern ein börsennotiertes Unternehmen werden solle oder eine Bahn mit öffentlichem Auftrag.
Als Grundproblem der Bahn gilt, dass sie eigene Versprechen oft nur unzureichend erfüllt - gegenüber Mitarbeitern wie Kunden. Dies zeigt auch eine Studie der Werbeagentur Serviceplan, die Marketingchef Klenke intern ebenfalls präsentiert hat. Demnach sehen 2000 befragte Konsumenten die Bahn im Vergleich von 67 deutschen Firmen auf dem vorletzten Platz, wenn es um soziale und ökologische Orientierung geht - vor BP und hinter Schlecker. "Da haben wir wohl Nachholbedarf", sagte ein Bahn-Manager.
Quelle: Financial Times Deutschland
Jochen schrieb:
am 17. August 2011 um 00:14:27
(0)
(0)
Bahnfrust
Spass beiseite. Auf dem Weg zum Arbeitsrecht des Mittelalters ist Frust mit eingeplant. Oder glaubt jemand, die Bosse wüßten
nicht genau, was sie tun.
mehr
Kommentar melden
Jochen schrieb:
am 17. August 2011 um 00:12:00
(0)
(0)
Bahnfrust
Was ? Nur 70%?
Kommentar melden
wolf schrieb:
am 16. August 2011 um 17:54:35
(0)
(0)
demotiviert.
Ich arbeite in einem "DAX-Betreib" der den Mitarbeitern doch immerhin für das 40.jährige Dienstjubiläum 280 € /
netto ) zahlt !! Soetwas nenne ich "Wertschätzung " des Personals " ! Krieg´s die Urkunde dann noch per Post zugeschickt ! Arme Arbeitswelt !!!!!!!!!!!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Der Bau der Fahrzeuge dauert bis zu zehn Monate. zum Video