
23.12.2011, 15:49 Uhr | Financial Times Deutschland
Bei der Deutschen Bahn denken die meisten sofort ans Zugfahren - logisch. Doch der Konzern mischt über seine Sparte Intertec auch bei der Autopflege mit. Die Sparte würde die Bahn aber am liebsten loswerden.
Selbst viele passionierte Autofahrer haben schon kräftig bei der Deutschen Bahn eingekauft, ohne es zu wissen. Denn zu dem Konzern gehört auch die Vertriebsgesellschaft Intertec, die Autopflegeprodukte im Angebot hat, darunter die Traditionsmarke Nigrin. Doch nun plant die Bahn den Verkauf von Intertec. Nach Informationen der "FTD" aus Branchenkreisen sind die Gespräche mit potenziellen Käufern weit fortgeschritten. Ein realistischer Verkaufserlös wird im mittleren zweistelligen Millionenbereich gesehen.
Ein Sprecher der Bahn-Tochter Schenker, unter deren Dach Intertec angesiedelt ist, sagte auf Anfrage: "Wir prüfen derzeit mehrere Optionen, wie wir Intertec noch besser weiterentwickeln können." Das Unternehmen gehöre mit seinem Angebot nur teilweise zum Kerngeschäft der Logistik. Der Sprecher betonte dabei: "Es gibt aber noch keine definitive Entscheidung."
Die Verkaufspläne der Bahn für die Kleinbeteiligung stehen stellvertretend für einen allgemeinen Trend. Selbst große Unternehmen nutzen angesichts der unsicheren Entwicklung ihrer Finanzierungssituation inzwischen kleinste Möglichkeiten zur Bilanzoptimierung. "Die Großkonzerne gehen mit einem ganz feinen Kamm durch ihre Portfolios", sagte ein Investmentbanker, der zu diesem Thema gerade viele Gespräche führt.
Die Bahn musste notgedrungen schon vor einiger Zeit mit dem Aufräumprozess anfangen. Mehr als 1000 Beteiligungen hält der Konzern - bei entsprechender Komplexität. Der Aufsichtsrat gab im Frühjahr grünes Licht, dass die Zahl in etwa halbiert wird. Das soll durch die Zusammenfassung von Einzelgesellschaften geschehen oder durch deren Verkauf.
Wir präsentieren in unserem großen Energiespecial die wichtigsten Infos zu Strom und Gas im Haushalt. Strompreise
Intertec wurde erst 2003 durch die Übernahme von Stinnes Logistics Teil der Bahn, die den Zukauf aber vor allem wegen des Spediteurs Schenker eingefädelt hatte. 2009 machte Intertec einen Umsatz von europaweit mehr als 200 Millionen. Euro und beschäftigte 850 Menschen. Seitdem wurden keine Zahlen mehr veröffentlicht. Vertrieben werden Do-it-yourself-Sortimente etwa für Heimwerkermärkte. Neben der Autopflege bietet Intertec auch Auto- und Fahrradzubehör an.
Die Bahn wird beim Verkaufsprozess von der Schweizer UBS beraten. Nach FTD-Informationen sind bereits indikative Angebote eingegangen. Die Prüfung der Bücher ist größtenteils abgeschlossen. Die besten Chancen für den Kauf werden Private-Equity-Firmen eingeräumt.
Intertec arbeitet profitabel, könnte aber durch eine schwache Konjunkturentwicklung schwer leiden. Deswegen gilt es immer noch als möglich, dass der Verkauf gestoppt wird.
Quelle: Financial Times Deutschland
Konrad schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 13:43:36
(0)
(0)
Randgeschäfte ??
Der Staatskonzern hat offensichtlich genug Kapital für Randgeschäfte. Wo bleibt da die Finanzaufsicht ? Letztere kostet
Steuergeld und tut nichts dafür.
mehr
Kommentar melden
N. ter Beil schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 13:31:12
(0)
(0)
Nebengeschäfte
Die UBS kann der Bahn ggf. helfen aus einem großen ein kleines Vermögen zu machen. Da war doch mal was!
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Familienunternehmen macht 25 Mio. Jahresumsatz. zum Video