09.12.2011, 09:26 Uhr | dpa, dapd, t-online.de - cs
Stresstest: sechs deutsche Banken fallen durch Besonders schlecht sah es für die Commerzbank und die Deutsche Bank aus.
Hiobsbotschaft für die deutsche Bankenbranche: Beim aktuellen Stresstest sind gleich sechs Institute durchgefallen. Insgesamt betrage die Kapitallücke 13,1 Milliarden Euro, wie die Bundesbank erklärte. Die Lage der europäische Banken ist dabei keinen Deut besser. Insgesamt fehlen den Instituten nach Berechnungen der Aufsichtsbehörde EBA 114,7 Milliarden Euro. Die Hälfte der deutschen Banken muss sich jetzt rasch frisches Kapital besorgen.
Damit stehen die deutschen Banken mitten in der Schuldenkrise vor teils gigantischen Kapitallücken. Das größte Loch hat die Commerzbank, wie die Deutsche Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin mitteilten. Die Frankfurter müssen sich 5,3 Milliarden Euro an frischem Kapital besorgen. Der Deutschen Bank fehlen demnach 3,2 Milliarden Euro, um eine Kernkapitalquote von neun Prozent zu erreichen.
Diesen Wert müssen die europäischen Institute nach Vorgabe der Bankenaufsicht EBA bis Ende Juni 2012 erreichen. Kapitalbedarf haben demnach auch die genossenschaftliche DZ Bank sowie die Landesbanken Helaba, NordLB und WestLB. Die Helaba hatte bereits am Mittwoch mitgeteilt, dass sich ihre Kapitallücke nach der EBA-Definition auf rund 1,5 Milliarden Euro beläuft.
Bundesbank und Bafin stellten klar, der nun festgestellte Kapitalbedarf resultiere "in erster Linie aus Anwendung einer sehr harten Kernkapitaldefinition". Teilweise sei der Kapitalbedarf bereits "durch öffentlich angekündigte Kapitalmaßnahmen gedeckt". So haben zum Beispiel die Träger der der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und der NordLB längst Maßnahmen zur Kapitalstärkung beschlossen. Diese werden aber erst zum Jahresende wirksam - und wurden von der EBA wegen des Stichtags 30.9.2011 nicht anerkannt.
Daneben ließ die EBA die schlechten Geschäftsergebnisse aus dem dritten Quartal einfließen und setzte strengere Maßstäbe für Risikoanlagen an. Auch die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten bei Staatsanleihen wurde eingeschränkt.
Die deutsche Bankenlobby kritisierte den Stresstest. Dieser habe mehr Unsicherheit als Gewissheit gebracht, erklärten der deutsche Bankenverband BdB und der Verband der öffentliche Banken VÖB. "Das von der EBA gewählte Verfahren für die Durchführung des Banken-Stresstests ist inkonsistent und insofern ärgerlich", sagte Hans Reckers, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). "Der Stresstest hat damit sein vorrangiges Ziel, Vertrauen in den Märkten zu schaffen, nicht erfüllt." Der BdB nannte das Vorgehen der Bankenaufsicht EBA "chaotisch".
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Die größte Kapitallücke gibt es in Griechenland. Die dortigen Banken benötigen zusammen 30 Milliarden Euro. Spanischen Instituten fehlen 26,2 Milliarden Euro. Bei den italienischen Häusern liegen 15,4 Milliarden Euro im Argen, bei den französischen 7,3 Milliarden Euro.
Mit dem aktuellen Stresstest ermittelten die Aufseher, wie viel Geld den Banken fehlt, um auch bei einer Bewertung von Staatsanleihen zu Marktpreisen auf eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent zu kommen. Bis Ende Juni nächsten Jahres müssen die Banken diese Quote erreichen. Das könnte dazu führen, dass viele Institute zu Kapitalerhöhungen oder gar neuerlichen Staatshilfen greifen müssen.
Vorläufigen Berechnungen von Ende Oktober zufolge sah die EBA einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 106 Milliarden Euro bei den europäischen Banken, davon 5,2 Milliarden Euro bei den deutschen. In der Zwischenzeit verschärfte die Behörde die Kriterien.
Ein weiterer Schlag für die Banken droht von der Ratingagentur S&P, die die Kreditwürdigkeit der Geldhäuser schärfer überprüfen will. Hilfe kommt dagegen von der europäischen Zentralbank. Um zu verhindern, dass der Kreditmarkt wegen der schwierigen Lage der Banken austrocknet, kündigte die Notenbank weitere Hilfen an. So können sich die Geschäftsbanken nun auch langfristig über die EZB refinanzieren. Die Notenbank will den Instituten künftig Geld für bis zu 36 Monate zur Verfügung stellen, bislang gab es Geld für maximal ein Jahr. Zudem wird der Sicherheitsrahmen für sogenannte Offenmarktgeschäfte weiter gelockert.
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Quelle: dapd , dpa , t-online.de
Fröhlicher AMI schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 20:57:03
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Nur weiter so, bravo!
Die Amerikaner versuchen, mit ihren drei kriegsführenden Rating-Agenturen den Euro zu zerstören, nach dem
hegemonialen Motto: Es darf nur eine starke Währung geben. - Und wir Deutschen sind so dumm. Wir tun alles, um die bestehende Krise noch mehr herbei zu reden. Anstatt zu beruhigen wird Panik verbreitet. Die USA wird´s freuen. Jede dieser Panik-Schlagzeilen spielt den Amis in die Tasche. Und unsere Presse und Medien helfen dabei. Wie gesagt, wir sind so doof.
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robert reiter schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 20:50:36
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(7)
stresstest
die mafia in wirtschaft und politik wirds schon richten.
erstaunt stellen " sogenannte wirtschaftsexperten" fest, die
reichen
werden immer reicher und die anderen immer ärmer.
die deutschen sind ein selten dummes volk.
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Simply mind schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 20:46:19
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stresstest
wir haben sie doch schon mal gerettet, nun dürfen wir wieder - und Herr Ackermann hat bei seinen Peanuts vergessen keine Boni
und Gehälter zurückfahren hilft auch die fehlende Kohle zu beschaffen. Na und wenn wir dann noch die Schrottpapiere der Französischen Banken finanzieren dürfen - also wirklich Danke Herr Trichet Danke Herr Draghi - da hat man wirklich den Bock zum Gärtner gemacht. Haben unsere Politiker noch nie was davon gehört, das Hemd ist mir näher als die Jacke ?
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