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Deutsche Konzerne wollen Rohstoff-Allianz

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Deutsche Konzerne wollen Rohstoff-Allianz

20.01.2012, 09:34 Uhr | t-online.de - cd

Seltene Erden am Meeresgrund: Lohnt die Förderung? (Foto: Reuters)

Seltene Erden am Meeresgrund: Lohnt die Förderung? (Foto: Reuters)

Die Preise für Rohstoffe sind in den letzten Jahren stark gestiegen und der Zugang wird immer schwieriger. Nun schließen sich zwölf große Konzerne zu einer Allianz zusammen, um ihre Interessen besser zu bündeln.

Zusammensetzung noch nicht endgültig

An dem Zusammenschluss, der nach einem Bericht im "Handelsblatt" möglicherweise "Allianz zur Rohstoffsicherung" heißen wird, wollen sich bisher BASF, Evonik und Thyssen-Krupp beteiligen. Aber auch große Mittelständler sollen darunter sein, berichtet die Zeitung weiter. Die endgültige Zusammensetzung steht aber noch nicht fest, da die Teilnahme jedem Unternehmen offen stehe und viele Firmen bereits ihr Interesse bekundet hätten, sagte Ulrich Grillo, Vorsitzender des Rohstoffausschusses des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Zeitung.

Allianz soll Versorgungssicherheit gewährleisten

Die Bundesregierung hat demnach bereits ihre Unterstützung zugesagt, der BDI hat dem Vernehmen nach die Koordination übernommen. Diese Unterstützung des Bündnisses soll aber nicht in Form einer direkten Kapitalbeteiligung geschehen, sondern in Form einer politischen Unterstützung. Das Ziel der Vereinigung ist es, die eigenen Kräfte zu bündeln und eine international tätige Rohstoffgesellschaft aufzubauen, die somit größere Möglichkeiten hat, an günstige Rohstoffe zu kommen.

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Die Idee zu dem Zusammenschluss wurde schon vor Monaten geboren. Bewegung in die Sache brachte ein Konzept der Boston Consulting Group für den Rohstoffausschuss des BDI. Demnach gewähre nur eine gemeinsame Allianz weiterhin Versorgungssicherheit.

Deutsche Rohstoffagentur übernimmt fachliche Begleitung

Damit es aber erst zu einer Gründung kommt, muss jedes Unternehmen einen finanziellen Beitrag leisten, der bei mehreren Hunderttausend Euro liegen dürfte. Wenn es aber dann um konkrete Investitionsmaßnahmen geht, dürften die Beiträge noch wesentlich höher ausfallen, erklärt Grillo im Gespräch mit dem "Handelsblatt".

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Weitere Unterstützung kommt von der seit knapp einem Jahr bestehenden Deutschen Rohstoffagentur (Dera), die wiederum ein Teil der Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe ist. Sie warnte im Gespräch mit dem "Handelsblatt" allerdings davor, zu viel von dem Zusammenschluss zu erwarten. Werde erst ein Versorgungsengpass diagnostiziert, so dauere es zehn Jahre, bis dieser behoben sein dürfte, erklärt Volker Steinbach, der Leiter der Dera.


Quelle: t-online.de

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