08.04.2010, 14:15 Uhr | apn
Für ihre Gesundheit müssen die Bundesbürger immer tiefer in die Tasche greifen. Im Jahr 2008 stiegen die Gesundheitsausgaben in Deutschland um 9,9 auf insgesamt 263,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 3,9 Prozent. Auf jeden Einwohner entfielen somit im Durchschnitt rund 3210 Euro.
Die Gesundheitsausgaben entsprachen laut Bundesamt 10,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Schon jetzt sei ein Anstieg auf mehr als 11 Prozent des BIP im Jahr 2009 abzusehen, erklärten die Statistiker. Grund sei der Rückgang der Wirtschaftsleistung aufgrund der Krise.
Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war 2008 die gesetzliche Krankenversicherung: Sie trug mit 151,5 Milliarden Euro rund 57,5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. In die Statistik einberechnet wurden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, der privaten Krankenversicherung und auch die der privaten Haushalte.
Fast die Hälfte der Ausgaben fiel in Arztpraxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen an, nämlich 130,9 Milliarden Euro oder 49,7 Prozent. Der Anstieg der Kosten war hier überdurchschnittlich stark (plus 4,5 Prozent). In Arztpraxen fielen Kosten von 40,2 Milliarden Euro (plus fünf Prozent) an, in Apotheken 38,5 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent) und in ambulanten Pflegeeinrichtungen 8,6 Milliarden Euro (plus acht Prozent). Im teilstationären und stationären Sektor wurden 2008 94,6 Milliarden Euro aufgewendet (plus 3,3 Prozent). In den Krankenhäusern fielen 66,7 Milliarden Euro an (plus 3,5 Prozent), in Pflegeeinrichtungen 19,9 Milliarden Euro (plus 2,5 Prozent) und in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen acht Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent).
Für Arzneimittel zahlten alle Ausgabenträger im Jahr 2008 gut 43,2 Milliarden Euro, das war ein Plus von 3,7 Prozent. Während die Ausgaben der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung stark überdurchschnittlich gestiegen seien, seien die Ausgaben der Privathaushalte etwa für Selbstmedikation zurückgegangen, sagten die Statistiker.
apn
Kalle schrieb:
am 6. April 2010 um 19:14:35
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Kosten
Öffemtliche Verkehrsmittel zu unbequem, Taxi zu teuer, ruft man halt den Krankenwagen. Kein Witz!
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Lupus schrieb:
am 6. April 2010 um 18:42:24
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Kassenabzocke
Niemand weiß, in welchen Löchern die Beitragsgelder verschwinden, was mit Mehreinnahmen genau geschieht, wo verantwortlich
gehandelt und was geändert wird, ohne dass von den Beitragszahlern einfach mehr abkassiert wird. Einfach zu behaupten "wir brauchen mehr Geld" und einfordern ohne Wenn und Aber, ist doch nicht die Lösung. Wer braucht nicht mehr Geld? Jeder andere, der so vorgeht, wäre kriminell und käme mit dem Gesetz in Konflikt.
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mark schrieb:
am 6. April 2010 um 18:31:20
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Transparenz und Kontrolle
Wer weiss schon, wo das ganze Geld im Detail bleibt? Was wird wirklich abgerechnet? Da kenne ich nichts, was diese
Fragen beantwortet. Es sei denn man zahlt kleine Zusatzleistungen. Da kann der Zahnarzt auch 6,20 Euro per Rechnung mit mir abrechnen ... Desweiteren soll die Finanzierung von der allg. Entwicklung entkoppelt werden (Sendung im ZDF). Bei einem solchen "gesicherten Einkommen" habe ich keine Lust, dass der Orthopäde die Patienten/Kunden alle 5 Minuten kommen und 90 Min warten lässt
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