29.12.2010, 11:54 Uhr | dpa
Obwohl Silvester erst noch bevorsteht, können die deutschen Sektproduzenten schon jetzt gutgelaunt die Gläser heben. Positiv blickt man auf das zurückliegende Jahr. "Es sieht auf jeden Fall wieder nach einer schwarzen Zahl aus", sagt Ralf Peter Müller vom Verband Deutscher Sektkellereien in Wiesbaden. Schon 2009 seien 5,3 Prozent mehr Flaschen verkauft worden als im Vorjahr.
Von der Wirtschaftskrise hat die Branche also wenig gespürt - auch wenn sich ein Teil des Konsums von der Gastronomie ins Private verlagert hat, wie Müller erklärt. Besonders zum Jahresende hat Sekt Konjunktur: Etwa jede dritte Flasche mit dem prickelnden Getränk wird um die Weihnachtszeit und zu Silvester gekauft.
Der Gesamtabsatz summierte sich 2009 in Deutschland auf 423 Millionen Flaschen, darunter 370 Millionen aus deutscher Produktion. Das Kräfteverhältnis zwischen heimischen Kellereien und der Konkurrenz aus dem Ausland habe sich seit langem bei etwa 80 zu 20 Prozent eingependelt, sagt Müller. Dieses Fünftel vom Kuchen teilen sich vor allem Spanien, Frankreich und Italien.
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Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2009 laut Statistik hierzulande bei 3,87 Liter. Der deutsche Sektmarkt wird von den großen Kellereien dominiert - etwa Rotkäppchen-Mumm (Geldermann, MM extra), Schloss Wachenheim (Faber, Feist) oder Henkell. Nur rund ein bis zwei Prozent entfallen auf den Winzersekt, der für viele Weingüter inzwischen eine unverzichtbare Ergänzung der Weinkarte ist.
Quelle: dpa
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