12.02.2012, 16:51 Uhr | AFP, dapd
Wegen eines drohenden Engpasses bei der Stromversorgung haben die vier deutschen Netzbetreiber Presseberichten zufolge am Mittwoch auf Reservekraftwerke zurückgegriffen. Zuvor war noch gemeldet worden, dass Deutschland Strom nach Frankreich exportiert hatte, wo knapp 63 Millionen Franzosen zeitweise doppelt so viel Strom verbrauchen wie 82 Millionen Deutsche. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) wurde nun zum ersten Mal ein Reservekraftwerk in Deutschland eingesetzt.
Demnach lief zwischen 7.00 und 17.00 Uhr ein Steinkohle-Generator der Großkraftwerke Mannheim (GKM). Daneben wurden den Berichten zufolge wie schon Anfang Dezember erneut Reservekapazitäten aus Österreich in Anspruch genommen. Die Bundesnetzagentur hatte dort im vergangenen Sommer vorsichtshalber rund tausend Megawatt Leistung zur Stabilisierung des deutschen Netzes reserviert. Die Hälfte dieser Kapazität wurde der "FTD" zufolge am Mittwoch abgerufen.
Dabei handelte es sich nach Angaben einer Sprecherin der Betreibergesellschaft Tennet um eine Vorbeugemaßnahme, da in den Abendstunden nur eine geringe Stromversorgung aus Windenergie vorhergesagt worden sei, wie das "Handelsblatt" berichtete. Aber nicht nur der Wind, sondern auch geringere Gaslieferungen aus Russland waren ein Grund für das Anheizen des Reserveblocks drei in Mannheim. Das Gaskraftwerk RDK 4 in Karlsruhe sei wegen der Lieferengpässe derzeit vom Netz. Der fehlende Strom müsse ausgeglichen werden.
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Ob auch in den kommenden Tagen Bedarf besteht, auf die Notreserve zurückzugreifen, wollen die Netzbetreiber den Angaben zufolge in Absprache entscheiden. Auch die Bundesnetzagentur bemühte sich, Sorgen vor einem Black-out zu zerstreuen. Es gebe keinen Grund zur Panik. Die Kraftwerke seien schließlich genau für den Einsatz in derartigen Situationen reserviert worden, betonte ein Sprecher. Der Nachrichtensender n-tv zitierte den Präsidenten der Netzbehörde, Matthias Kurth, mit dem Satz: "Die deutsche Stromversorgung ist gesichert."
Tatsächlich exportierte Deutschland trotz der aktuellen Probleme auch am Mittwoch Strom nach Frankreich, wie ein Sprecher des Netzbetreibers Amprion betonte. Vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Solaranlagen 6000 bis 7000 Megawatt Leistung liefern, helfe der Strom aus Deutschland dem Nachbarland seinen Strombedarf zu decken. Dies ändere aber nichts daran, dass am Abend mit dem Wegfall der Sonnenenergie der Rückgriff auf die Reservekapazitäten nötig werden könne.
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Quelle: AFP , dapd , t-online.de
Mike schrieb:
am 13. Februar 2012 um 10:24:58
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@Artur
Der Bericht ist eben nicht falsch. Er verharmlost das Problem sogar noch. Erstens haben die Solaranl. keinen Strom im Überfluss
produziert, da viele mit Schnee oder Eis bedeckt waren. 2. Die Anlagen die Strom produziert haben, taten das hauptsächlich zur Mittagszeit, wenn wir ihn nicht brauchen. Deshalb wurde dieser Strom nach Frankreich exportiert um deren Nachtspeicher zu laden. Wenn die ganze Problematik der Stromversorgung bekannt wäre, hätten wir schon eine Massenpanik.
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taffy schrieb:
am 13. Februar 2012 um 07:38:12
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strom
leute ,wir sind doch auf dem richtigen weg -ein paar akw abgeschaltet zack schon haben wir wieder nen richtigen winter
jetzt noch die
pommesbuden verbieten
zack haben wir bald ne kartoffelschwemme
intelligenzsteuer einführen
zack und es gibt nur noch politiker
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Adolf schrieb:
am 12. Februar 2012 um 21:00:05
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Energie
Die ersten Auswirkungen von Rot - Grün machen sich bemerkbar. AKWs abschalten. Luft nicht mit Kohlekraftwerke belasten.
Gaslieferverträge mit Russland, SPD Schröder. usw usw usw. Hoffentlich erkennt der Wähler was uns blüht wenn die rankommen. Gott bewahre uns davor.
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