23.02.2010, 19:33 Uhr | dpa, apn
Deutsche Banken haben ein Vertrauensproblem. So geht lediglich jeder fünfte Anleger (21 Prozent) davon aus, dass Bankberater absolut fehlerfrei arbeiten. Dies geht aus einer repräsentativen Gallup-Umfrage unter 3800 Bankkunden hervor. Lediglich jeder Vierte (26 Prozent) glaubt demnach, dass sein Geldinstitut hält, was es verspricht. Dabei schneiden die deutschen Geldhäuser im internationalen Vergleich deutlich schlechter ab. Außerdem sahen die Befragten wenig Unterschiede zwischen den einzelnen Instituten.
Im internationalen Vergleich fällt das Gesamturteil der deutschen Kunden schlecht aus: In Deutschland sind 39 Prozent der Anleger mit ihrer Geschäftsstelle äußerst zufrieden. In Großbritannien liegt dieser Wert bei 46 Prozent, in den USA sogar bei 69 Prozent. Grundproblem sei ein Mangel an Vertrauen, erklärte Marco Nink, Strategic Consultant bei Gallup Deutschland. Das relativ schlechte Abschneiden deutscher Institute sei auch deshalb bedenklich, weil die "oft totgesagte Bankfiliale von den Kunden häufig genutzt" wird: 42 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal pro Monat eine Geschäftsstelle ihrer Bank aufzusuchen.
Außerdem gebe es bei den Banken in Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf bei der Kundenbindung. Gerade einmal 14 Prozent der Befragten fühlten sich vollkommen an ihr Institut gebunden. Die Angebote der Banken seien in den Augen der Kunden austauschbar. 49 Prozent sehen die Dienstleistungen und Produkte der Geldhäuser als "in etwa gleich" an. Am besten schneiden dabei die Genossenschaftsbanken ab (19 Prozent), unterdurchschnittliche Werte bei der Kundenbindung haben Sparkassen (13 Prozent) und Privatbanken (11 Prozent).
"Die Ursachen für die geringe Kundenbindung sind in erster Linie hausgemacht. Vor allem in den Geschäftsstellen besteht Verbesserungsbedarf", urteilten die Gallup-Fachleute. Es stimme "nachdenklich, dass nach Kundeneinschätzung lediglich 31 Prozent der Bankmitarbeiter Spaß an ihrer Arbeit haben". Vor allem Einsatzbereitschaft, Freundlichkeit, Höflichkeit, das Gefühl des Willkommenseins und der Wertschätzung durch das Bankpersonal trügen zu einer höheren Zufriedenheit bei. "Die Annahme, dass qualitativ hochwertige Produkte oder Dienstleistungen und effiziente Systeme automatisch Vertrauen schaffen, ist falsch", erklärte Nink. "Vertrauen ist das Resultat des Zusammenspiels von Produkt beziehungsweise Dienstleistung, Personal und Kommunikation."
Quelle: AFP , t-online.de
paul schrieb:
am 24. Februar 2010 um 09:50:23
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Banken/Vertrauen
Vertrauen ist ein hohes Gut.Was in der dt. Bankenwelt passiert ist gerechtfertigt kein Vertauen,das gleiche gilt für die
Politik.Damit Vertrauen wachsen kann ist unbedingte Ehrlichkeit Vorraussetzung.Die weiterso Politik von Banken und Politik ohne Schlußfolgerungen wird dieses System von dem wir glaubten es ist demokratisch, bis in die Grundfesten erschüttern.Das Ziel ist Stabilität der Weg dahin unklar.
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KONDI schrieb:
am 24. Februar 2010 um 07:54:41
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A.Rosskur
Dem Inhalt von Rosskur kann ich nur zustimmen.Den Geldverleihern muss man gehörig auf die Finger schauen.Die sogenannten "Berater"
bekommen Vorgaben über die Produkte welche der Geldverleiher an den Kunden bringen will.Und nur diese Vorgaben will der MA erfüllen.Ob der Kunde das Produkt nun wirklich braucht od. nicht interessiert den MA nicht die Bohne.Provisonen und Boni bestimmen den Geschäftsalltag nicht ehrliche Beratung+ Kundendienst.Der Gesetzgeber sollte dieser Branche enge Fesseln an
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Norbert schrieb:
am 24. Februar 2010 um 05:43:21
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Banken/Vertrauen
Solange die Verantwortlichen der Krise noch in Saus und Braus leben z.B. Funke HRE, wird kein Vertrauen aufgebaut werden
können. Auch die Politiker und Beamte die das Disaster mit zu veranwtorten haben müssen vor Gericht gestellt werden, da sie nicht ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Erst danach kann der Normalbürger wieder versuchen Vertrauen zu fassen. Aber kein Mensch fragt noch nach Konsequenzen aus der Krise. Wir machen so weiter als wäre nichts geschehen und der Bürger nimmt d
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