20.01.2012, 09:27 Uhr | dapd, dpa, t-online.de,oca
Bayerns Wirtschaftsminister Zeil (l.), Ministerpräsident Seehofer und Gazprom-Chef Miller (Quelle: dpa)
Der russische Energiegigant Gazprom drängt auf den deutschen Energiemarkt. Dafür war eine Zusammenarbeit mit dem Versorger RWE geplant. Allerdings sind die Verhandlungen zwischen den beiden Lieferanten gescheitert. Doch die Russen haben offenbar einen "Plan B". Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) will der Riese mit Milliardeninvestitionen in Bayern doch noch den Zutritt in den deutschen Markt schaffen. Zudem wird ein Sponsoring mit dem FC Bayern München geprüft, meldet die "SZ" weiter.
Die Essener von RWE hatten seit Juli mit dem russischen Erdgas-Monopolisten verhandelt. "Bedauerlicherweise konnten wir uns dennoch nicht auf einen für beide Seiten tragfähigen Rahmen für eine Zusammenarbeit einigen", sagte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann. Die Verhandlungen über ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden wird daher zum Jahresende auslaufen.
Nun will der russische Energiekonzern offenbar in Bayern bauen. "Gazprom ist bereit, als Gaslieferant, aber auch als Investor aufzutreten", kündigte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Alexej Miller, in München an. Bei einem gemeinsamen Treffen in der Staatskanzlei vereinbarten der Gazprom-Chef sowie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine künftige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Stromerzeugung. Gemeinsam mit Europaministerin Emilia Müller (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) unterzeichnete der Chef des Moskauer Unternehmens eine entsprechende Absichtserklärung.
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Laut "SZ" soll schon im Frühjahr 2012 mit Industrievertretern und Kommunen nach möglichen für Gaskraftwerke Standorten gesucht werden. Bis Ende nächsten Jahres will Gazprom über konkrete Investitionen entscheiden.
Bayerns Ministerpräsident bezeichnete die "Road Map" als "wichtigen Meilenstein" bei der Energiewende. Der geplante Atomausstieg belastet den Freistaat besonders, weil nur etwa die Hälfte der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien gedeckt werden könne. Bayern sei daher auf die Stromerzeugung durch moderne Gaskraftwerke angewiesen.
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) begrüßt die Kooperation zwischen Bayern und Gazprom. Damit sei "ein wichtiger Schritt getan, um die notwendige operative Umsetzung der Energiewende konkret anzustoßen", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" prüft derweil Gazprom sogar ein Sponsoring beim FC Bayern München. Nach Angaben aus Konzernkreisen hätte sich der Gazprom-Chef bereits am Mittwoch in München mit dem Vorstandschef und dem Aufsichtsratschef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß getroffen. Beide Seiten wollten demnach ein mögliches Engagement der Russen ausloten. Gazprom könne als Konzern oder über eine seiner Marken aktiv werden, hieß es. Gazprom ist seit Anfang 2007 bereits Hauptsponsor des Fußball-Bundesligisten Schalke 04.
Gazprom liefert rund ein Viertel des europäischen Gasbedarfs. Der Konzern verfügt über ein Sechstel aller wirtschaftlich gewinnbaren Gasvorkommen der Welt.
Quelle: t-online.de , dpa , dapd
ECO schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 10:49:20
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@Wernet
Das zeigt ja wieder mal, wie weit viele denken. Habe zu den Energiekonzernen zwar die gleiche Meinung, aber was wollen Sie denn dann
bei der Wahl tun? Links wählen (SEDPDS)?? Rechts wählen (NAZIHAß)?? Piraten (auch links, aber sie wissen das noch nicht so genau)?? Bibeltreue Christen?? Gar nicht wählen, und den zuletzt genannten Gruppen das Feld überlassen?? Nä mein Lieber, die, die Demokratie wollen, sollen sich mal nicht zu sicher fühlen, sonst wachen sie bei Erich oder Adolf auf.
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ECO schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 10:36:35
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KGBGAS
Kann mir nicht vorstellen (obwohl ich kein Bayern-Fan bin), daß der FC Bayern samt Hoenes so wenig Character hat wie Schröder und
sich mit den ehemaligen KGB-Bonzen und neuen Monopol-Kapitalisten-Mafiosis einläßt.
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gun schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 15:48:39
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Gazprom
hahaha, dem Wendehals Merkel mal kräftig gegen das Schienbein getreten mit ihrem Ökostromspleen
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