09.03.2011, 17:02 Uhr | dpa-AFX
Exportboom hält an - Risiken nehmen zu (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Deutschland als zweitgrößte Exportnation der Welt steuert in diesem Jahr auf einen neuen Ausfuhrrekord zu. Dies ist jedoch gleichzeitig mit erheblichen Risiken verbunden. Für 2011 rechnet der Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) mit einem überdurchschnittlichen Exportplus von bis zu neun Prozent auf 1046 Milliarden Euro.
"Fraglos erleben wir derzeit eine echte Boomphase im deutschen Export, die jedoch vielfältigen Risiken unterliegt und deren Dauerhaftigkeit daher keinesfalls garantiert ist", sagte BGA-Präsident Anton Börner. Neben der unsicheren US-Konjunktur, der Schuldenkrise in der Eurozone, der Preisexplosion bei Rohstoffen sowie der Lage in Libyen und Nordafrika bereitet den deutschen Exporteuren zunehmend die Stabilität der chinesischen Wirtschaft Sorgen.
"Die Unsicherheit über das tatsächliche Ausmaß der Aktien- und Immobilienblase ergibt zusammen mit den explodierenden Preisen und der ungleichen Verteilung des Wohlstandes im Lande einen gefährlichen Risikococktail", warnte Börner. Sollte dieser sich zu einer sozialen und gesellschaftlichen Krise in China entwickeln, würde dies sämtliche Prognosen zum Wachstum des Welthandels schnell obsolet machen. China hat Japan jüngst als zweitgrößte Volkswirtschaft abgelöst und ist neben den USA inzwischen wichtigster Handelspartner Deutschlands außerhalb Europas.
Die Gefahr einer einseitigen Abhängigkeit von China sehe er aber nicht, stellte Börner klar. Auch 2011 gingen nur gut sieben Prozent der deutschen Ausfuhren nach China. Mit sechzig Prozent werde der überwiegende Teil nach wie vor mit der EU abgewickelt. Die brisante Lage in Libyen bereite Exporteuren nicht nur wegen der Rolle des Landes als Energielieferant große Sorge, sondern auch wegen der "potenziell destabilisierenden Auswirkungen auf die Nachbarstaaten".
Der Welthandel wird 2011 nach Einschätzung Börners um bis zu sieben Prozent zulegen. Deutschland werde damit seinen Weltmarktanteil von gut 9 auf 9,5 Prozent ausbauen können. Dies sei eine bemerkenswerte Leistung angesichts neuer Wettbewerber, die technologisch immer mehr zu Deutschland aufschlössen.
Die Importe würden 2011 sogar um zwölf Prozent auf 903 Milliarden Euro steigen. Der Außenhandelsüberschuss dürfte somit 143 Milliarden Euro betragen. Der BGA verwies darauf, dass die Wachstumsraten nur zu einem Teil Folge eines tatsächlichen Anstiegs des Handelsvolumens seien. Hinzu komme ein ungewohnt starker Anstieg der Außenhandelspreise. Die Exportpreise seien im Januar um 5,4 Prozent gestiegen, die Importpreise kletterten seit November zweistellig. Dieser Trend verstärke sich.
Aktuelle Stellenangebote in der Beschaffung, Logistik und im Verkauf in Ihrer Wunschregion finden.
Jobsuche starten
Steigende Importpreise belasteten die Unternehmen, die Folge sei steigender Inflationsdruck, sagte Börner. Vor allem Energieträger, Stahl und andere Rohstoffe müssten teurer im Ausland eingekauft werden. Vierzig Prozent der deutschen Exporte bestünden aus ausländischen Zulieferungen. Entsprechend erhöhten sich auch die Exportpreise.
Auf Nordafrika sowie den Nahen und Mittleren Osten entfielen 2010 etwa vier Prozent der deutschen Ausfuhren. Das Exportplus habe 14 Prozent betragen. Ob sich dieses Niveau 2011 fortsetze, sei offen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde es im Handel und Tourismus einen vorübergehenden Rückgang geben. Die EU müsse in den Handels- und Investitionsbeziehungen mit dem südlichen Mittelmeerraum ein neues Kapitel aufschlagen und eine echte Liberalisierung erreichen.
Lateinamerika lockt die Weltwirtschaft mit vollen Kassen und großen Ambitionen. zum Video
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Rudolf schrieb:
am 10. März 2011 um 17:22:46
(0)
(0)
Exportboom
ist esüberhaupt ein Exportboom????, oder geht der ja zu Lasten einer negativen Handelsbilanz?-Viele Teile kommen aus
Billigländern und werden hier zu Exportware kompletiert !!
mehr
Kommentar melden
Klara schrieb:
am 10. März 2011 um 11:00:15
(0)
(0)
Deutscher Export
Mag sein. Nur einen großen Teil der Autozulieferer profitieren nicht davon, sie bauen weiter Arbeitsplätze ab oder stehen
vor der Schließung, denn ein groß Teil der Teile, die in den Autos rein gebaut werden und die Entwicklung kommt aus dem billigen Ausland. Werden hier zusammengesetzt und exportiert. Schon jubeln die Politiker, dass der Export boomt. Das ist Vorlksverdummung
mehr
Kommentar melden
frühermalSPD schrieb:
am 10. März 2011 um 10:03:09
(0)
(0)
Gehen Sie mit der Konjunktur?
Ein "Boom", zumal, wenn dieser den Namen nicht verdient, weil durch Blasen gewisser Abnehmerkreise,
branchenselektiv, auf Kosten der Binnenkaufkraft(gewiss, diese halbgescheiten Welt-AG-Merkel-Antisten können diese altvorderen Begriffe wie Verantwortung, nachhaltiges Wirtschaften-hat by da way NICHTS mit schwachsinniger CO2-Reduktion zu tun- und angemessenem Eigenverdienst nicht einmal in den Schnee p..... ) oder Politbürogeschenke evoziert, hat kein anderes Ende verdient.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Im Rekordtempo füllen sich die Auftragsbücher der Industrie, neue Jobs werden geschaffen. zum Video
Der Bau der Fahrzeuge dauert bis zu zehn Monate. zum Video