
06.09.2010, 11:44 Uhr | Spiegel Online
In Deutschland gibt es immer mehr Millionäre (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die negativen Folgen der weltweiten Finanzkrise sind bewältigt - jedenfalls für die Reichen. Nach "Spiegel"-Informationen hat sich das Geldvermögen der Deutschen seit Mitte vergangenen Jahres stark vermehrt - das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Es brauchte demnach nur wenige Monate, um den durch die Krise verursachten Verlust von insgesamt etwa 140 Milliarden Euro wieder auszugleichen. Bereits im ersten Quartal 2010 ereichte das Geldvermögen mit fast 4,8 Billionen Euro ein neues Allzeithoch.
Auch die Zahl der Vermögensmillionäre liegt nach einem kurzzeitigen Rückgang im Jahr 2008 nun auf einem neuen Rekordniveau. "An den Vermögenden ist die Finanzkrise in überraschend kurzer Zeit ohne bleibende Schäden vorübergegangen", sagt DIW-Forscher Markus Grabka.
Der Trend ist nicht allein auf Deutschland beschränkt. Hohe Sparquoten und das Anziehen der Aktienmärkte sorgten dafür, dass die Vermögensverluste mehr als ausgeglichen wurden. Die Zahl der Millionärshaushalte stieg 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 11,2 Millionen, wie aus dem "Global Wealth Report" der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hervorgeht.
Weltweit verfügt nur knapp ein Prozent aller Haushalte über ein Vermögen von einer Million US-Dollar oder mehr, sie vereinen aber 38 Prozent des globalen Vermögens.
Gemessen an der Zahl seiner Reichen liegt Deutschland mit 430.000 Personen auf Platz fünf. Spitzenreiter sind nach wie vor die USA mit 4,7 Millionen Millionären. In Singapur allerdings ist die Millionärsdichte erheblich höher. Dort kann fast jeder zehnte Haushalt ein mindestens siebenstelliges Vermögen vorweisen. Besonders Investmentbanker und Finanzdienstleister fühlen sich von dem asiatischen Stadtstaat angezogen, die von den günstigen Steuerbedingungen profitieren.
Mit einer spektakulären Initiative hatten die US-Milliardäre Warren Buffett und Bill Gates kürzlich eine Debatte darüber angestoßen, was Superreiche mit ihrem Geld tun sollen. Sie bewegten 40 US-Milliardäre dazu, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg war ebenso darunter wie Oracle-Mitgründer Larry Ellison, der Energie-Tycoon T. Boone Pickens und Medienmogul Ted Turner.
Die Initiative sammelt laut eigener Aussage allerdings kein Geld ein, sondern ruft Milliardäre nur dazu auf, das Versprechen abzugeben, ihr Vermögen für wohltätige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Deutsche Milliardäre zierten sich nach "Spiegel"-Informationen dennoch, die Aktion zu unterstützen.
Unterdessen sorgt sich ein Großteil der Deutschen, dass der konjunkturelle Aufschwung an ihnen vorbeigeht. Einer aktuellen Umfrage des Instituts Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" zufolge sind zwei Drittel der Bundebürger nicht sicher, ob sie persönlich davon profitieren werden. Weniger als ein Drittel zeigte sich zuversichtlich. Emnid befragte 500 in Deutschland lebende Personen ab 14 Jahren.
Demnach sind Frauen mit 73 Prozent skeptischer als Männer (63 Prozent). Besonders zurückhaltend bei der Bewertung des Aufschwungs sind Senioren ab 60 Jahren: 83 Prozent glauben nicht, dass sie an der positiven Wirtschaftsentwicklung teilhaben werden.
Quelle: Spiegel Online
corus schrieb:
am 6. September 2010 um 19:05:05
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millionäre
es ist ja bekannt, dass 20% der Bevölkerung 80% des Steueraufkommens erbringen. 50% der Bevölkerung zahlt überhaupt keine
Steuern. Würde mich freuen, wenn die 20% aus Deutschland auswandern. Soll der Rest dann doch mal schauen, welche Kuh sie dann melken können.
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aberhallo schrieb:
am 6. September 2010 um 19:01:41
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Mehr Millionre -paßt doch
es gibt ja auch immer mehr die unter der Armutsgrenze und ganz knapp daran leben. Bei dieser Regierung ist alles
drin. Nur, die Arbeitnehmer können halt keine Milliarden spenden. Das ist auch der Grund, warum für die Arbeitnehmer nichts getan wird!
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Hainchen schrieb:
am 6. September 2010 um 13:31:16
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Kommentar
Kommentar anselm. Ich bin keiner der Neidisch auf Millionäre ist. Ich bin nur der Meihnung, wenn man ein Sparpaket ansetzt, sollte
man alle in das Sparpaket einbeziehen. Nicht nur der Miitestand, der Deutschland trägt, sondern wirklich alle inDeutschl. Es ist bestimmt nicht zu viel verlangt, wenn es in Deutschland wieder gut laufen soll, muß alles auf den Prüfstand. Ich finde die Regierung zeigt in dieser Sache schwächen. Es geht hier um Gerechtigkeit. Ich gehöre zum Mittelstand.Jammern? Nein
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