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Die BASF setzt im Kunststoff-Geschäft auf Asien

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BASF will Kunststoff-Geschäft profitabler gestalten

22.06.2010, 14:30 Uhr | dpa-AFX

Die BASF will im Kunststoff-Geschäft expandieren (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Zentrale der BASF in Ludwigshafen (Foto: dpa)Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sein Geschäft mit Kunststoffen vor allem mit dem Bau von neuen Anlagen in Asien profitabler machen. Dabei soll die Sparte schneller wachsen als der Markt. "Im Jahr 2010 wollen wir den Umsatz des Segments steigern und eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen", sagte Martin Brudermüller, Vorstand für die Sparte Kunststoffe und Asien, in Frankenthal. Seine Zuversicht begründete er mit dem guten Auftaktquartal. Der Umsatz mit Kunststoffen kletterte dank anziehender Nachfrage von Januar bis März um 50 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen betrug 279 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal war noch ein Verlust angefallen.

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BASF trennt sich von unrentablen Geschäften

Neben dem Bau neuer Anlagen sowie Forschungs- und Entwicklungszentren in Asien setzt die im DAX notierte Gesellschaft dabei auch auf eine Spezialisierung ihrer Produktpalette. Schon seit Jahren bauen die Ludwigshafener Überkapazitäten bei Standardkunststoffen ab und erweitern ihr Geschäft mit Spezialitäten. Damit will die BASF ihr Geschäft robuster gegen konjunkturelle Schwankungen machen. "Wir trennen uns von Standorten und Aktivitäten, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind oder die langfristig unsere Renditeerwartungen nicht erfüllen können", erklärte Brudermüller. Während im Jahr 2006 etwa 40 Prozent der Umsätze mit Spezialitäten für einzelne Branchen und Kunden gemacht worden seien, liege dieser Anteil nun bei mehr als 50 Prozent.

Neue Anlage in China

So erweitert die BASF derzeit die Kapazitäten für bioabbaubare Kunststoffe in Ludwigshafen und baut eine Anlage für Cellasto im chinesischen Shanghai. Cellasto ist ein Polyurethan und wird für Zusatzfedern im Automobilbau eingesetzt. Im Gegenzug will sich die BASF schon seit längerem von ihrem Geschäft mit Styrol-Kunststoffen trennen. "Wir setzten den Desinvestitionsprozess fort", betonte Brudermüller. Allerdings stehe die BASF dabei nicht unter Zeitdruck. "Momentan läuft das Geschäft gut." Styrol-Kunststoffe finden sich unter anderem in Haushaltsartikeln wie Kaffeemaschinen oder Staubsaugern. Sie werden auch in der Automobilindustrie und der Verpackungsbranche verwendet.

Die BASF setzt auf Asien

In allen Regionen der Welt wird laut der BASF der Kunststoffmarkt weiter wachsen. Die globale Nachfrage nach Kunststoffen wird sich dem Unternehmen zufolge mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund fünf Prozent bis 2015 fortsetzen. Die größte Steigerung auch über 2015 hinaus erwartet die BASF in Asien. Bereits seit 2007 sei der Verbrauch dort größer als die gesamte Nachfrage in Europa und Nordamerika zusammen. "Der Schwerpunkt der BASF-Investitionen in Neuanlagen wird daher in den nächsten Jahrzehnten in Asien liegen", sagte Brudermüller. Gleichzeitig plant das Unternehmen dort den Bau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.



Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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