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Die einstigen Herrscher der Wall Street

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Bear Stearns

Der gefallene Star: Mit Bear Stearns fing alles an. Die Investmentbank galt einst als eines der innovativsten Finanzhäuser der USA. Bear Stearns hatte sich stark im Handel mit Asset Backed Securities engagiert, dies sind mit Sicherheiten hinterlegte Investments, also etwa mit Hypotheken verbriefte Anleihen. Als immer mehr Amerikaner ihre Hypotheken nicht zurückzahlen konnten, kollabierte dieser Markt. Und mit ihm die Stars der Branche - darunter Bear Stearns.

Im Geschäftsjahr 2007 hatte der Konzern noch einen Gewinn von 233 Millionen Dollar ausgewiesen nach 2,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Im Juni 2007 musste Bear Stearns jedoch seinen Fonds "Bear Stearns High-Grade Structured Credit Fund" mit einer Kapitalspritze von 3,2 Milliarden Dollar retten - der Anfang vom Ende für die Investmentbank. Bear Stearns musste erstmals im März 2008 mit einem Notkredit der Federal Reserve Bank of New York gestützt werden. Die einst fünftgrößte US-Investmentbank wurde jedoch kurz darauf in einem Notverkauf von JP Morgan geschluckt. Der Konkurrent zahlte nur den Gegenwert von zehn Dollar je Aktie. Die Bear-Aktie hatte noch im Januar 2007 bei 172 Dollar notiert. Immerhin registrierte der Markt mit Wohlwollen, dass Washington seine Macht nutzte, um ein systemrelevantes Bankhaus aufzufangen. Das sollte sich bald ändern.

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