09.02.2012, 18:43 Uhr | dpa-AFX, t-online.de - sky
Die Europäische Zentralbank (EZB) flutet den Markt weiter mit billigem Geld, um die Konjunktur anzukurbeln. Aber die Notenbank hat keine erkennbaren Hinweise auf eine abermalige Lockerung ihrer bereits expansiven Geldpolitik gegeben. Nachdem die Währungshüter ihren Leitzins unverändert bei 1,0 Prozent belassen hatten, sprach EZB-Chef Mario Draghi vor Pressevertretern abermals von großen Konjunkturrisiken. Seine Äußerungen zu Wachstum und Inflation glichen dabei stark seinen Aussagen von Anfang Januar. Bedeckt hielt sich Draghi in der Frage einer möglichen Beteiligung der EZB an einem Schuldenschnitt in Griechenland.
Gefragt danach, wie die Notenbank mit griechischen Staatsanleihen in ihrem Portfolio verfahren wolle, sagte Draghi: "Ich kann nichts dazu sagen, wie unsere Griechenland-Bonds behandelt werden." Nachdem nun aber eine Einigung über die Forderungen der öffentlichen Geldgeber nach zusätzlichen Einsparungen erzielt worden sei, müssten sich die Euro-Finanzminster mit der Angelegenheit beschäftigen. Erst dann könnten weitere Schritte diskutiert werden.
Die EZB war bei der Frage einer Umschuldung in Griechenland zusehends unter Druck geraten. Hintergrund ist, dass die Notenbank seit dem Frühjahr 2010 griechische Staatsanleihen am freien Markt deutlich unter Nennwert gekauft hat. Sie hat damit das erste Rettungspaket für Athen flankiert.
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Experten schätzen das Volumen der Käufe auf rund 50 Milliarden Euro. Bislang hatte sich die Notenbank kategorisch geweigert, an einem freiwilligen Schuldenschnitt teilzunehmen.
Zuletzt war allerdings der Vorschlag zu hören gewesen, die Notenbank könne ihre Anleihen an den Rettungsfonds EFSF zum Einstandspreis verkaufen. Damit würde sie dem Vorwurf begegnen, sie fahre mit den Papieren hohe Kursgewinne ein, falls sie die Titel bis zum Laufzeitende hält.
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Mit Blick auf Konjunktur und Inflation zeichnete Draghi ein ähnliches Bild wie vor Monatsfrist: Jüngste Frühindikatoren sendeten zwar leichte Signale für eine Stabilisierung der ökonomischen Aktivität. Allerdings stabilisiere sich das Wachstum auf sehr geringem Niveau, schränkte der EZB-Chef ein. Außerdem sei der Konjunkturausblick nach wie vor unsicher und von hohen Abwärtsrisiken geprägt. Der billige Zins soll Unternehmen und Verbraucher zu Investitionen und Konsum zwingen, Sparen soll sich weniger lohnen.
Die Inflationsrate dürfte unterdessen erst in einigen Monaten unter die Schwelle von zwei Prozent sinken. Die EZB strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an. Zuletzt hatte die Teuerung im Januar mit 2,7 Prozent spürbar über diesem Zielwert gelegen.
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Die zum Jahresende deutlich gesunkene Kreditvergabe und die verschärften Kreditkonditionen im Währungsraum bewertet Draghi vorsichtig. Es sei derzeit zu früh, Schlüsse aus dieser Entwicklung zu ziehen, sagte er. Als Grund verwies der Notenbankchef darauf, dass sich die Auswirkungen des ersten Drei-Jahres-Refinanzierungsgeschäfts von Ende 2011 erst noch zeigen müssten.
Ende Februar wird die Notenbank ein zweites Refinanzierungsgeschäft mit einer Laufzeit von drei Jahren durchführen. Die Volkswirte der Helaba rechnen daher nicht damit, dass die EZB bereits auf der nächsten Zinssitzung Anfang März zu einer abschließenden Bewertung kommen wird.
Unterdessen hat die EZB - wie bereits im Januar angekündigt - die Anforderungen für Einzelkredite im Refinanzierungsgeschäft für sieben Euro-Länder gelockert. Künftig dürfen die Notenbanken der jeweiligen Länder Kreditforderungen von Banken im Refinanzierungsgeschäft mit verminderten Anforderungen akzeptieren. Die neuen Regelungen gelten für die Notenbanken in Irland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Österreich und Portugal. Details zu den Anforderungen sind auf den Internetseiten der nationalen Notenbanken zu finden.
Mit diesem Schritt sollen sich Banken in Geldnot leichter refinanzieren. Genau wie in der Finanzkrise 2008 grassierte am Interbankenmarkt zuletzt das Misstrauen: Aus Angst, die Gegenpartei könnte wegen wertloser Anleihen der Krisenstaaten umkippen, hatten die Geschäftsbanken ihre Kreditvergabe stark zurückgefahren. Stattdessen brachten die Kreditinstitute ihr Geld trotz der niedrigen Zinsen lieber zur EZB.
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Quelle: dpa-AFX
Steuerzahler schrieb:
am 9. Februar 2012 um 20:28:14
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(1)
Rekordzinsen
Wenn die EZB das Geld zu 1% verkauft,warum sind die Girokontozinsen so hoch?Als die Zinsen der EZB 4-5 % waren,waren diese
Zinsen auch nicht ENTSPRECHEND teuerer!Und die Kredite,die angeblich die Konjunktur ankurbeln sollten,sind auch mindestens 4,5 mal höher als das von den gekauftes Geld
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cctop schrieb:
am 9. Februar 2012 um 19:45:54
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Der Neue ...
Warte ab wenn die Inflation an zu gallopieren fängt.Dann schau mal in deine DM Abrechnung.
Da brauchst du Papiertaschentücher
die kosten dann aber 100000000......Eur.
Oh Mann
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cctop schrieb:
am 9. Februar 2012 um 19:39:52
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(1)
he Observer
Dann machen Sie doch noch ein paar Überstunden mehr,dann fallen den Banken noch ein paar mehr Euros in den Rachen.
Der
Lissaboner Vertrag sagt ,kein Land kommt für Schulden eines anderen Landes auf.Wir profitieren so von dem Export in die EU,das wir im endefekt unsere Exporte selbst bezahlen ,wir dämlichen Steuerzahler.Immer wählen wir die gleichen Idioten,sogar NPD wählen einige Hirnis.Geh mal zu deiner Bank und sag was gehen mich Verträge an.Wir werden von Verbrechern regiert,das ist ein verbr
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