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Die Folgen der Arcandor-Insolvenz

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Die Folgen der Arcandor-Insolvenz

09.06.2009, 13:51 Uhr | cs

Bei der beantragten Arcandor-Insolvenz rechnen viele Beobachter mit einer Zerschlagung des Essener Handels- und Tourismusunternehmens. Derzeit ist das Geschäft des Unternehmens auf die drei Säulen Tourismus (Thomas Cook), Warenhäuser (Karstadt) und Versandhandel (Primondo mit Quelle) aufgeteilt. Die erfolgreichsten Geschäftssparten stünden wohl als erstes zum Verkauf - ein Überblick.

Rewe prüft Übernahme von Thomas Cook

Die knapp 53-prozentige Arcandor-Beteiligung an dem Ferienflieger Thomas Cook stünde bei einer Insolvenz ganz oben auf der Verkaufsliste, obwohl die Ertragsperle des Konzerns als eigenständiges Unternehmen selbst gar nicht direkt betroffen wäre. Rewe-Chef Alain Caparros kündigte an, eine Übernahme von Thomas Cook prüfen zu wollen. Die Entscheidung darüber liegt jedoch nicht zuletzt bei den Gläubigerbanken, denen Arcandor seine Aktien bereits als Pfand gegeben hat.

Karstadt-Beschäftigte bangen

Deutlich stärker betroffen wären vor allem die beiden Handelstöchter Karstadt und Primondo mit dem Versender Quelle. Interessenten wie die Hamburger Otto-Gruppe gibt es bislang vor allem für einige der Primondo-Spezialversender wie Hess Natur oder Baby Walz sowie für die Karstadt-Sporthäuser. Verschärfen dürfte sich dagegen die Situation der rund 30.000 Beschäftigten der Karstadt-Warenhäuser. Obwohl der zur Metro gehörende Konkurrent Kaufhof angekündigt hat, die Verhandlungen über einen Zusammenschluss der beiden Ketten auch bei einer Arcandor-Insolvenz weiterführen zu wollen, befürchten viele Beobachter, dass ein Kahlschlag nun deutlich radikaler ausfallen könnte.

Aktionäre verlieren ebenfalls

Auf der Verliererseite stünden auch die Aktionäre des Handelskonzerns, die am Montag bereits einen Kurseinbruch von mehr als 40 Prozent hinnehmen mussten sowie die Vermieter, die mit deutlichen Mietkürzungen rechnen müssten. Am Dienstag brach der Aktienkurs zeitweise weiter um mehr als 26 Prozent auf 0,78 Euro ein.


Quelle: dpa , t-online.de

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