16.06.2010, 09:50 Uhr | dpa, AFP
Die Unternehmen in Deutschland wollen die Kurzarbeit in den nächsten Monaten erheblich zurückfahren. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet bis Ende Dezember mit einem Minus von fast 90 Prozent. "Gegen Jahresende dürften allenfalls noch rund 100.000 Beschäftigte in Kurzarbeit sein", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der "Bild"-Zeitung. Grund sei die Konjunkturerholung und die verbesserte Auftragslage in vielen Branchen. Ende März waren laut Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 830.000 Kurzarbeiter gemeldet. Auf dem Höhepunkt der Krise im Mai 2009 waren es sogar rund 1,5 Millionen gewesen.
Die Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie werden die Kurzarbeit bis Jahresende voraussichtlich fast vollständig zurückfahren. Sollte sich die Auftragsentwicklung der Firmen wie zu Jahresbeginn fortsetzen, werde die Kurzarbeit "nahezu abgebaut" sein, sagte ein Sprecher des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall der Zeitung. Ende März waren in der Branche offiziell 418.000 Kurzarbeiter registriert.
Unterdessen hat erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise die durchschnittliche Arbeitszeit in Deutschland wieder spürbar zugenommen. Im ersten Quartal lag die Zahl der durchschnittlich von jedem Erwerbstätigen geleisteten Arbeitszeit um 1,3 Prozent höher als vor einem Jahr, berichtete das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach werden inzwischen auch wieder etwas mehr bezahlte Überstunden geleistet. Im Schnitt machte jeder Arbeitnehmer im ersten Quartal wöchentlich rund 0,8 bezahlte Überstunden, knapp 0,15 Stunden mehr als im Jahr davor.
Auch die Vollzeitbeschäftigung entwickelte sich etwas günstiger. Von Januar bis März ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten laut IAB zwar insgesamt um 318.000 gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Mit einem Minus von 1,4 Prozent war der Rückgang gegenüber dem dritten und vierten Quartal mit einem Minus von jeweils 1,7 Prozent aber geringer. Vor allem in der Industrie, in der es anders als in der Dienstleistungsbranche deutlich mehr Vollzeitbeschäftigte gibt, lasse der Beschäftigungsrückgang jetzt allmählich nach. Die Zahl der in Teilzeit Beschäftigten nimmt weiter kräftig zu, aber nicht mehr so stark wie 2009. Sie lag im ersten Quartal um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert, nach einem Plus von 2,6 und 2,1 Prozent in den beiden Vorquartalen.
Quelle: dpa , AFP
fauli schrieb:
am 17. Juni 2010 um 08:57:44
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adelheit
schon mal was vom technischen fortschritt gehört??wenn es kein recht auf arbeit gibt wo von man leben kann,kann es auch keine
pflicht zur arbeit geben.aber der steuerzahler darf die bankenzockerei der banken bezahlen toll.aber typisch nach unten treten nach oben kriechen.
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CT schrieb:
am 16. Juni 2010 um 17:51:54
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DIHK
@Adelheid Offenbar sind Sie noch nie arbeiten gegangen. Sonst wüßten Sie, dass Arbeitslosigkeit durch Streichung von Arbeitsstellen
entsteht. Die Leute können es sich nämlich nicht mehr aussuchen, ob sie arbeiten wollen oder nicht. Heute ist nämlich nichts mehr sicher, aber auchgar nichts. Mal sehen, was Sie dazu sagen, wenn Ihr Mann heimkommt und sagt, er ist gekündigt worden. Ob Sie dann immernoch drauf los gackern?
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Heike schrieb:
am 16. Juni 2010 um 16:20:56
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DIHK
Das ist wohl nur ein Hoffnungsschimmer, wenn es Deutschland nicht schafft seine Binnennachfrage zu steigern, wird es wohl immer
schwierig bleiben und viele Stellen im Handwerk verloren gehen. Das Handwerk ist aber der größte Ausbilder Deutschlands. Gerade in der Gebäude-Sanierung gibt es hier einen riesigen Nachholbedarf, den die nachkommenden Generationen wohl kaum stemmen können.
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