16.01.2012, 10:22 Uhr | dapd, AFP
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sorgt sich um die Zukunft der Marke "Made in Germany". Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission, das sogenannte Ursprungsrecht zu ändern. Bislang wurde ein deutscher Ursprung und damit auch das Herkunftslabel "Made in Germany" vergeben, wenn die letzte Fertigungsstufe in Deutschland vorgenommen wurde. Die EU-Pläne sehen nun offenbar vor, dass mindestens 45 Prozent des Wertanteils aus Deutschland stammen müssen, wie "Welt Online" berichtet.
"Mit der geplanten Änderung gerät das Label 'Made in Germany' in Gefahr. Denn wenn künftig Herkunft und Wert der Vormaterialien entscheidend sind, werden viele Produkte nicht mehr als deutsch gelten", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Internetseite. Allein in Deutschland werden jährlich 1,3 Millionen Ursprungszeugnisse durch die Industrie- und Handelskammern ausgestellt. Das Gütesiegel "Made in Germany" bürge weltweit für Qualität und beflügele den deutschen Export, sagte Driftmann.
"Die deutsche Wirtschaft wäre durch eine Änderung der bisherigen Regelung des Ursprungsrechts besonders betroffen. Vor allem für mittelständische Unternehmen wäre der bürokratische Aufwand enorm", sagte kürzlich Felix Neugart, Vize-Bereichsleiter International beim DIHK.
Die Pläne der EU-Kommission sehen vor, dass künftig für jedes importierte Produkt spezifische Kriterien ausschlaggebend für die Bestimmung des Ursprungs sein sollen. Neugart zufolge befürchten deutsche Unternehmen, dass von der EU-Regelung nicht nur Import-, sondern auch Exportwaren betroffen sein könnten. "Es könnte einen Nachahmer-Effekt bei anderen Außenhandelspartnern wie Russland oder Brasilien geben."
Neugart betonte weiter, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sei es "enorm aufwändig, die künftig geplanten Kriterien für die Herkunftsbestimmung eines Produktes nachzuweisen". Zudem kritisierte Neugart, dass die EU-Kommission stets Bürokratieabbau verspräche: "Die jetzigen Pläne stehen dazu im Widerspruch."
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Auch eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums betonte vor wenigen Tagen: "Die Bundesregierung setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt und gegen jegliche Beeinträchtigung der bewährten Möglichkeit zur zutreffenden freiwilligen Kennzeichnung als 'Made in Germany' ein. Sie wird diese Anstrengungen gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft und deren Spitzenverbänden unvermindert fortsetzen."
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Quelle: dapd , AFP , t-online.de
Winterhexe schrieb:
am 16. Januar 2012 um 14:16:34
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Made in Germany
Es wird doch sowieso kaum noch etwas komplett in Deutschland hergestellt, es müsste eigentlich heissen " Made Worldweit
" , die Qualität der sogenannten deutschen Produkte hat sehr gelitten !!
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Inventeur schrieb:
am 16. Januar 2012 um 13:16:47
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Reine Panikmache...
von den IHK Vertretern. Dieses Verfahren gibt es schon lange zur Erlangung der sogenannten EUR1. Mit der Bestätigung der
IHK als "Deutsche Ursprungsware" muss der Kunde im Ausland trotzdem Einfuhrzoll bezahlen. Um diesen nicht zu zahlen braucht er die EUR1. Für die gelten die oben angeführten Bestimmungen. Der Mittelstand hat das schon lange umgesetzt. Wen das wirklich ärgert sind die IHK's. Die verdienen an der EUR1 nichts mehr. Sie dürfen nur noch die Formulare verkaufen. Rest
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Peter § schrieb:
am 16. Januar 2012 um 13:07:07
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Made in Germany
Diese Label wurde schon ab 1990 Aufgeweicht, Made in West-Germany war Qualität,Made in Germany was ist das ?
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