09.02.2011, 16:33 Uhr | dpa-AFX, mash
Der Aufschwung bleibt robust, glauben vom DIHK befragte Unternehmenslenker (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Zuversicht überall: 90 Prozent von mehr als 28.000 befragten Unternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Die Firmen glauben an einen andauernden Aufschwung. Auch im Euroraum bessert sich das Wirtschaftsklima. Erstmals seit Ende 2007 kletterte der ifo-Indikator für den Euroraum über seinen langfristigen Durchschnitt.
Mehr neue Stellen, volle Auftragsbücher und Investitionen auf Rekordniveau: Der deutsche Aufschwung erweist sich nach Einschätzung der Wirtschaft als erstaunlich robust. Nur noch jedes zehnte Unternehmen spricht von schlechten Geschäften. Unter dem Strich ist das die drittbeste Lagebewertung in einer Umfrage des Verbands seit der Wiedervereinigung. Der DIHK hob seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr von 2,4 auf 3,0 Prozent an. Die Bundesregierung ist vorsichtiger und erwartet bisher nur 2,3 Prozent.
"Die Unternehmen vertrauen dem Aufschwung. Sie investieren und stellen ein", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Berlin. Die Konzerne modernisieren und bauen ihre Produktion aus. "Die Investitionsabsichten der Unternehmen erreichen einen Rekordwert." Diese Entwicklung unterstreiche das Vertrauen in den heimischen Standort.
Neue Arbeitsplätze gibt es in fast allen Branchen - besonders stark stellt derzeit die Industrie ein. "Für 2011 rechnen wir mit 300.000 zusätzlichen Beschäftigten und im Durchschnitt mit 2,9 Millionen Arbeitlosen." Der Umfrage zufolge wollen 22 Prozent der Firmen ihre Belegschaften aufstocken, 68 Prozent beibehalten, und nur zehn Prozent planen einen Stellenabbau.
Mehr Jobs und steigende Löhne sorgen dafür, dass die Arbeitnehmer mehr Geld ausgeben - das stärkt die Binnennachfrage, die in diesem Jahr zu zwei Dritteln das Wirtschaftswachstum tragen soll. Einzelhändler und konsumnahe Dienstleister sind nach Angaben der DIHK-Experten so zuversichtlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Der Ausbau der Energienetze in der Europäischen Union wird zu deutlich höheren Strompreisen führen. zum Video
Als größtes Risiko für den Aufschwung bewerten 49 Prozent der Firmen steigende Rohstoff- und Energiekosten - diese hätten an den Weltmärkten "schmerzliche Höhen" erreicht. Als weitere Bremsfaktoren werden Arbeitskosten, Weltwirtschaft, Währungskrise und Kreditbedingungen genannt. Der Fachkräftemangel treibt viele Manager um. "30 Prozent der Unternehmen sehen dieses Risiko bereits für die kommenden zwölf Monate - fast doppelt so viele wie vor einem Jahr", sagte Wansleben.
Zuversicht vermitteln auch die neuesten Daten des ifo-Instituts. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal deutlich gestiegen. Mit 116,8 (Vorquartal 107,5) Punkten liege er erstmals seit Ende 2007 wieder über seinem langfristigen Durchschnitt, heißt es in einer veröffentlichten Studie des Instituts in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC). Vor allem die aktuelle wirtschaftliche Situation, aber auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate seien günstiger bewertet worden als im Vorquartal.
Die neuesten Ergebnisse deuteten darauf hin, dass sich der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum insgesamt fortsetze. Nur in Griechenland und Portugal wird von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation ausgegangen.
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Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Nicole schrieb:
am 11. Februar 2011 um 20:08:27
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@Helga
so ist es.Die Zeiten haben sich geändert. Die Zeitarbeit mit geringeren Löhnen ist nicht mehr wegzudenken vom Arbeitsmarkt und
staatlich gewollt. Man muss sich der Situation fügen. Aber dafür ist wenigstens genug Arbeit da. Das ist der Vorteil für Alle.
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Helga schrieb:
am 11. Februar 2011 um 07:05:08
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Aufschwung
Hat denn hier jeder geglaubt,das der Wohlstand in Deutschland immer so weiter geht ? Um uns herum ist eine Krise nach der anderen
und wir leben auf einer Insel der Zufriedenen ? Mein Chef hat immer gesagt, Es kann nicht angehen, das ein einfacher Arbeiter ein eigenes Haus hat und einen Mercedes fährt. Ich befürchte,der hat recht gehabt. Die Mehtzahl der Deutschen ist einfach zu anspruchsvoll geworden. Keiner will von seinem Wohlstand auch nur ein bischen abgeben. Aber wir werden es müssen ! ! !
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Adelheit schrieb:
am 10. Februar 2011 um 21:42:31
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@Schakal
Es ist höchstens sinnlos mit Jemandem zu diskutieren, der nicht arbeiten will. Demjenigen ist natürlich die Wahrheit, dass genug
Arbeit da ist ein Dorn im Auge. Man hat ja dann keine Ausrede mehr, warum man nicht a´rbeitet.
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