12.07.2010, 10:15 Uhr | dpa-AFX, apn
Die deutsche Wirtschaft erholt sich derzeit schneller, als dies Ökonomen noch Anfang des Jahres prognostiziert hatten. Doch ausgerechnet das stärkere Wachstum mach den Firmen Probleme: Vielen Unternehmen droht ein Engpass bei der Liquidität. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise kann etwa jeder zweite Betrieb seine Kosten zurzeit nicht aus den laufenden Einnahmen decken. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor.
Der Umfrage liegen rund 800 Unternehmensantworten zugrunde. "Der Liquiditätsbedarf der Unternehmen steigt, weil die Betriebe im Aufschwung in Vorleistung gehen müssen und weil die Liquiditätspolster in vielen Betrieben nach der wirtschaftlichen Durststrecke aufgezehrt sind", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. "Je länger eine solch schwierige Situation anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich für die Betriebe die Existenzfrage stellt".
Nicht einmal jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) kann laut DIHK seinen Liquiditätsbedarf derzeit aus dem Mittelzufluss (Cash Flow) decken. Viele Unternehmen griffen deshalb zur Finanzierung ganz oder zumindest teilweise auf bestehende Kreditlinien zurück (48 Prozent). 18 Prozent der Betriebe müssten neue Betriebsmittelkredite aufnehmen und dabei oft verschlechterte Konditionen in Kauf nehmen. Wer keine oder nur zu sehr schlechten Konditionen Kredite bekomme, dem bleibe oft nichts anderes übrig, als auf Reserven zurückzugreifen. 21 Prozent der befragten Unternehmen finanzierten sich derzeit aus ihrem Kapitalstock; 22 Prozent müssten sogar private Rücklagen einsetzen. In beiden Fällen könne ein weiterer Mittelschwund existenzbedrohend werden.
Laut DIHK haben die Unternehmen aber auch aus der Krise gelernt. Immerhin 58 Prozent sind nach eigenen Angaben bei der Liquiditätsplanung gut aufgestellt. 42 Prozent der befragten Firmen geben zwar an, noch über kein fundiertes Liquiditätsmanagement zu verfügen, mehr als die Hälfte dieser Firmen plant jedoch ebenfalls die Einführung entsprechender Maßnahmen.
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Quelle: dpa-AFX , dapd , t-online.de
rebell schrieb:
am 13. Juli 2010 um 09:19:11
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sauberbier
... bisschen einfach oder? Selbst Urlaubs- oder Weihnachtsgeld muss erst einmal erwirtschaftet werden. Ein mittelständiger
Unternehmer arbeitet ja auch meistens nicht 8 Stunden, sondern mehr. Und wenn es schlecht läuft auch am WE. Keiner da, der einem die SV Beiträge überweist und Urlaub gewährt... Es gibt immer solche und solche. Ich zahle mir immer als letzte mein Gehalt.... haften und Sorgen wie es weitergehen kann, auch ich.. Wenn es keine Unternehmer mehr gibt... Erst denken, dann schreiben
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sauerbier schrieb:
am 7. Juli 2010 um 14:07:44
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Banken werden Gewinn machen
@mittelständler, nicht nur die Banken! So ist das in der Marktwirtschaft. Kürzt ihr euren Mitarbeitern den
Lohn, weils es euch schlecht geht, dann kaufen die weniger und es geht euch noch schlechter, Schraube nach unten. Heissen eure Verbände es für gut, dass nur der Arbeiter höhere Sozialbeiträge zahlen muss, hat er weniger Geld in der Tasche und ihr leidet wieder. Vielleicht sollten eure Verbände das ganze mal aus der Sicht eurer Arbeiter sehen, die seit 20Jahren NETTO nicht mehr haben.
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sauerbier schrieb:
am 7. Juli 2010 um 14:02:10
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kein Geld
also der DIHK posaunte doch noch vor einiger Zeit, dass es kein Bankenproblem gibt. Wenn die armen Unternehmer solche Aussagen von
ihrem Verband zulassen, sind sies selbst in Schuld. Wofür sind sie Verbandsmitglied? Unser Chef macht sich das einfacher, statt zur Bank, kürzt er uns denn Lohn, streicht Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld auf null und schon hat er Geld, noch fragen. Wenn es uns nicht paßt, an der ecke stehten genug Arbeitslose, ist sein kommentar dazu.
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