13.01.2011, 19:40 Uhr | dapd
Ein Markthändler verkauft Schweinefleisch in Hong Kong - aber aus Deutschland kommt es momentan nicht mehr (Foto: imago)
Der Export stottert - zumindest für die deutsche Ernährungsindustrie. Sie sieht ihr Ansehen im Ausland durch den Dioxin-Skandal beschädigt. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Matthias Horst, sagte im Südwestrundfunk: "Wir haben einige Länder, die unsere Exporte gesperrt haben." Dazu gehörten China, Südkorea und Russland.
Auch Japan ordnete eine schärfere Überwachung von Fleisch aus Deutschland an: Die Kontrollen für Eier, Geflügel- und Schweinefleisch aus Deutschland soll strenger werden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Tokio mit. Ein Importverbot sei aber nicht verhängt worden.
Zahlenmäßig seien diese Märkte noch nicht so bedeutend, erklärte Horst. Aber wenn so wichtige Länder ihre Märkte sperrten, dann drohe eine Art Dominoeffekt. "Und das ist natürlich sehr, sehr schädlich für uns. Und deshalb muss dringend alles dafür getan werden, dass diese Länder wieder unsere Produkte zulassen."
Bislang kann nur bei Eiern und beim Rindfleisch die Herkunft nachgewiesen werden, nicht aber bei Schweinefleisch. Über eine umfassende Herkunftskennzeichnung werde derzeit auf EU-Ebene in Brüssel diskutiert, berichtete Horst. Aber sie bringe auch Probleme mit sich. Denn Handel und Weiterverarbeiter bezögen ihr Fleisch von den unterschiedlichsten Lieferanten und Gegenden.
"Das heißt, wenn es um verpackte Ware geht, die an den Verbraucher abgegeben wird, müsste permanent die Etikettierung geändert werden. Ein riesiger Aufwand mit großen Kosten", sagte der Hauptgeschäftsführer.
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user1 schrieb:
am 13. Januar 2011 um 15:46:34
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Exportprobleme
Mir tun die Verursacher, die Gangster, in dieser Hinsicht nicht leid. Nein, sie müßten alle öffentlich an den Pranger
gestellt und bloßgestellt werden. Jedenfalls haben sie erreicht, daß eine ganze Branche in Mißkredit geraten ist. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn nun können die ehrlichen mal versuchen, innerhalb ihrer Reihen aufzuräumen. Aber - leider, da kommt bisher überhaupt nichts. Gibt es evtl. gar keine ehrlichen?? Dann laßt Höhn und Künast mal ran. Claudia kann auch noch helfen.
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Thias schrieb:
am 13. Januar 2011 um 15:34:05
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Verbraucher
Vielleicht sehen jetzt ein paar mehr Verbraucher ein, das nicht immer Geiz ist geil toll ist. Leider spricht die Industrie schon
lange nicht mehr von Lebensmitteln sondern von Nahrungsmitteln. Eine Abstufung die leider im Kopf anfängt, früher gabs den Sonntagsbraten, heute wollen se jeden Tag wurst und Fleisch auf dem Teller haben, dass das mal nach hinten losgeht, ist klar.
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max 100 schrieb:
am 13. Januar 2011 um 15:25:40
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Privatisierungspolitik
Wie gut die "Selbstheilungskräfte" und die "Selbstkontrolle" des Marktes funktioniert wird wieder deutlich sichtbar
- es ist nicht nur die Bahn oder die Banken mit ihren politischen Verwaltungs-/ Aufsichtsräten! Aber die FDP und die CSU mit Ihrer Verbraucherschützerin Aigner schwören auf die Selbstkontrolle der Märkte! Seit weit über einen halben Jahr ist der Dioxin-Skandal bekannt und keiner machte bisher was! Ganz toll!
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