22.12.2011, 16:31 Uhr | Zertifikate-Journal
TUI plant mal wieder einen Konzernumbau. Nun will sich die Gesellschaft ausschließlich auf das Reisegeschäft konzentrieren. Die Restbeteiligung an dem Containerschifffahrts-Unternehmen Hapag-Lloyd soll Anfang des neuen Jahres dem Eignerkonsortium um die Stadt Hamburg und den Logistikunternehmen Klaus-Michael Kühne angedient werden.
Trotz der Probleme in diesem Bereich und der für die Reisebranche schwer, beziehungsweise kaum kalkulierbaren politischen Umstürze in einigen Urlaubsdestinationen Nordafrikas konnte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (30.9.) einen Gewinn erzielen. Unter dem Strich blieben immerhin rund zwölf Millionen Euro übrig.
Trotzdem war die Aktie erst im Vormonat auf ein Mehr-Jahres-Tief bei 3,14 Euro abgetaucht. Immerhin konnte sich das Papier zuletzt wieder etwas erholen, bis auf den aktuellen Wert bei 4,75 Euro. Allerdings zeigt das niedrige Niveau, dass der Markt der Reisebranche – aus Furcht vor einer globalen Konjunkturschwäche – in den kommenden Monaten wenig zutraut.
Aktuelle Stellenangebote für Ingenieure, Projektleiter, Piloten und Flugbegleiter in Ihrer Wunschregion finden.
Jobsuche starten
Dazu passt ein Discount-Zertifikat der Commerzbank mit einem Cap zuletzt "tief im Geld" bei 2,30 Euro (ISIN: DE000CK3ZVD4). Das Papier ist schon im Juni 2012 fällig. Notiert also die TUI-Aktie in rund sechs Monaten nicht um 41,2 Prozent niedriger als zum jetzigen Zeitpunkt, dann erzielt der Anleger eine sehr attraktive Maximalrendite von 10,7 Prozent oder hochgerechneten 20,8 Prozent p.a.
Dabei muss der Anleger auch kein Schwellenrisiko fürchten, denn für die Bewertung maßgeblich ist ausschließlich der Kurs des Basiswerts am finalen Bewertungstag, dem 14. Juni 2012. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment beträgt stolze 36,3 Prozent.
Verluste entstehen also erst, wenn die TUI-Aktie am Laufzeitende unter 2,62 Euro abgerutscht sein sollte. So niedrig notierte der Titel – der eine sehr bewegte Geschichte hinter sich hat – noch nie. Zudem wäre Europas größter Reisekonzern dann an der Börse nur noch rund 660 Millionen Euro wert. Dies würde aber schnell Übernahmegerüchte aufkeimen lassen.
Quelle: ZertifikateJournal AG
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
