Microsoft steht bestens da (Foto: dpa)Die Anteilseigner von Microsoft können sich auf eine deutlich erhöhte Gewinnbeteiligung freuen. Die Quartalsdividende werde um ein Viertel auf 20 Cent je Anteil erhöht, teilte das Unternehmen in Redmond mit. Damit können die Microsoft-Aktionäre jetzt Quartal für Quartal insgesamt mit rund 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) rechnen, denn die Dividende wird selten verändert. Der weltgrößte Softwarehersteller kann zudem bis 2013 noch knapp 28 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgeben.
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Microsoft lockt die Anleger
Mit diesen Schritten versucht Microsoft die Aktionäre bei Laune zu halten. Denn anders als zum Beispiel bei Apple stagniert der Aktienkurs seit Jahren. Lange Zeit waren bei dem 1975 von Bill Gates mitgegründetem Unternehmen Dividenden und Aktienrückkäufe verpönt, da das Geld lieber in neue Geschäfte und Produkte gesteckt wurde. Doch seit Anfang des Jahrtausends stößt das Unternehmen an seine Wachstumsgrenzen und schüttet deshalb seit 2003 Dividenden aus.
2004 hatte Microsoft zudem mit einer Sonderdividende 32 Milliarden Dollar direkt an seine Aktionäre ausgeschüttet, um seine hohen Barreserven zu reduzieren. Anderen Technologieunternehmen wie Intel oder Cisco geht es ähnlich. Sie alle verdienen im operativen Geschäft viel Geld, tun sich aber schwer auf der Suche nach geeigneten Investitionen zum Ausbau des Geschäfts - zum Teil dürfen sie wegen ihrer ohnehin schon marktbeherrschenden Stellung nicht mehr zukaufen.
Hightech-Firmen setzen nun auf Dividende
So zahlt zum Beispiel der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco seit dem Frühjahr 2011 ebenfalls eine Quartalsdividende, nachdem das Unternehmen in seiner 27-jährigen Geschichte bislang von diesem Schritt Abstand genommen hat. Und auch der Chiphersteller Intel schüttet seit einigen Jahren eine hohe Dividende aus, nachdem er seinen Aktionären lange Zeit nur eine symbolische Beteiligung bezahlt hatte.
Cisco, Intel und Microsoft kämpfen wie viele Technologieunternehmen damit, dass sich die Kurse ihrer Aktien nach dem Platzen der Dotcom-Blase nicht mehr von den Verlusten erholt haben und seit dem über mehrere Jahre gesehen kaum an Wert gewonnen oder sogar leicht verloren haben. Ausnahmen unter den Tech-Werten sind Apple und IBM.
Die Aktienkurse der beiden Unternehmen eilten in den vergangenen Monaten von Rekord zu Rekord. IBM schüttet jedes Quartal noch rund 900 Millionen an Dividenden aus. Apple verzichtet trotz der Milliardenreserven auf eine direkte Gewinnbeteiligung der Aktionäre. Diesen dürfte das egal sein - schließlich stieg der Kurs des Apple-Papiers von rund 100 Dollar Anfang 2009 auf zuletzt mehr als 400 Dollar.