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DIW: Aufschwung geht weiter

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DIW: Aufschwung geht weiter

30.11.2010, 09:42 Uhr | dapd, dpa

Der private Konsum wird zunehmend zum Motor für die Konjunktur (Foto: dpa)

Der private Konsum wird zunehmend zum Motor für die Konjunktur (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet zum Jahresende mit weiterhin kräftigem Wachstum in Deutschland. Die Wirtschaftsleistung werde im vierten Quartal um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal steigen, berichtete das DIW. Auch die EU-Kommission ist optimistisch.

Verglichen mit den Vorquartalen beschleunigte sich das Wachstum sogar noch leicht. Vom dritten zum vierten Quartal 2010 erwartet die Wirtschaftsforscher einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent. "Damit wird das konjunkturelle Geschehen im ersten Jahr nach dem stärksten Produktionseinbruch der deutschen Nachkriegsgeschichte eindrucksvoll abgerundet", heißt es im monatlichen Konjunkturbarometer vom DIW.

Privater Konsum wird zum Motor des Aufschwungs

Überall verbessert sich in der Wirtschaft die Stimmung. Vor allem in der gewerblichen Wirtschaft würden derzeit Rekordumfragewerte registriert, aber auch das Verbrauchervertrauen zeige nach oben. "Bleibt die Tendenz bestehen, wird der private Verbrauch immer mehr zum Motor des Wirtschaftswachstums", sagte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin.

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Allerdings könnte die staatliche Schuldenkrise im Euroraum die Konsumlaune nachhaltig verschlechtern. Der DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner wies auf die zuletzt stagnierenden Auftragseingänge in der Industrie hin. Dies zeige, dass so kräftige Zuwachsraten wie im ersten Halbjahr in den kommenden Monaten nicht mehr zu erwarten seien.

EU-Kommission erwartet 2,2, Prozent Wachstum

Auch die EU beurteilt die konjunkturellen Aussichten positiv. Laut Herbstgutachten der EU-Kommission wird vor allem die steigende Nachfrage den deutschen Konjunkturmotor weiter anfeuern. Brüssel geht nunmehr von einem Wachstum vom 2,2 Prozent im kommenden Jahr aus.

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Nach einem "Wachstumsspurt" von 3,7 Prozent in diesem Jahr bleibe die Konjunktur weiter im Takt. Die im kommenden Jahr beginnende Haushaltskonsolidierung werde die Fahrt nur leicht bremsen. Bei einem lebhaften Arbeitsmarkt und vorteilhaften Finanzierungsbedingungen könne die Nachfrage "viel dynamischer" auf den exportgetriebenen Aufschwung reagieren, heißt es in dem Kommissionsgutachten. Die Arbeitslosenquote geht kommendes Jahr laut Prognose von 7,3 auf 6,7 Prozent zurück, zugleich werde die Neuverschuldung nach 3,7 Prozent in diesem Jahr mit 2,7 Prozent 2011 wieder unter die zulässige Obergrenze von 3 Prozent gesenkt.

Deutschland bleibt Europas Konjunkturlokomotive

Die Wirkung Berlins als kraftvolle Konjunkturlokomotive für den Euroraum und die gesamte EU kann sich laut Kommission sogar noch verstärken. In diesem Jahr liegt das deutsche Wachstum zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Euro-Länder und 1,9 Punkte über dem Durchschnitt aller 27 EU-Staaten. Aber auch in der übrigen Gemeinschaft gewinne der Aufschwung an Fahrt, heißt es im Gutachten. "Aber die Fortschritte sind unausgewogen." In Griechenland und Portugal wird die Wirtschaft der Prognose zufolge 2011 um drei Prozent beziehungsweise einen Prozent schrumpfen. Spanien und Irland, den beiden weiteren Sorgenkindern in der Schuldenkrise, wird immerhin ein Wachstum von 0,7 beziehungsweise 0,9 Prozent zugetraut.


Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (4)

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Thema: "DIW: Aufschwung geht weiter"

Uli schrieb: am 29. November 2010 um 18:55:52
(0) (0) ProFDP
Welche Kauflaune der Bürger? Versprechen der FDP eingelöst? Mir liegt das Versprechen noch wie ein Klos im Hals MEHR NETTO VOM
BRUTTO. Wo denn? Eine Gehaltserhöhung ist nicht der Lohn der verlogenen Partei FDP. Dafür hätte die EKSteuer/LohnSteuer und die Sozialabgaben gesenkt werden müssen, diese werden aber erhöht. Am Jahresanfang wird noch so einiges andere teuerer sodaß nichts beim normal Bürger hängen bleibt im Gegenteil er wird wieder viel weniger NETTO zu Verfügung haben.
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Uli schrieb: am 29. November 2010 um 18:48:30
(0) (0) Alles Schwindel.
Die Privatinsolvenzen steigen und steigen. Man suggestiert mit diesem Bericht dem Bürger eine heile Welt damit er bloß
seinen letzten Krümmel im Weihnachtsgeschäft ausgibt. Man bekommt das Gefühl nicht los als das die ganzen Schein Positiv Meldungen von unseren Regierenden gesteuert werden.
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Klar schrieb: am 29. November 2010 um 18:15:12
(0) (0) Konsumrausch ?
Wenn man das glauben soll, ist es ja kein Wunder, daß gleichzeitig die Zahl der Privatinsolvenzen in die Höhe geht !!
Einkaufen bis zum Umfallen, auf Pump ! Klasse ! Aber zur Not gehen wir einfach unter den Rettungsschirm und lassen Andere an unseren Schulden teilhaben ! Lol !!
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