03.02.2011, 15:22 Uhr | dapd, dpa, bv
Klaus Zimmermann will sich aus dem DIW zurückziehen (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, tritt von seinem Posten zurück. Das DIW werde dem Wunsch Zimmermanns entsprechen, bis zur Jahresmitte 2011 sein Amt zur Verfügung zu stellen, teilte der Kuratoriumsvorsitzende Bert Rürup mit. Über die erforderliche Zwischenlösung und die Nachfolge werde "in aller Besonnenheit" entschieden.
Rürup sagte, die wissenschaftlichen Arbeiten und Beratungserfolge des DIW müssten wieder stärker ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden. Trotz öffentlicher Kritik sei das DIW "nach wie vor eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute nicht nur in Deutschland". Der Rückzug sei der Wunsch Zimmermanns gewesen, hieß es in der Erklärung. Rürup sei in Abstimmung mit den Zuwendungsgebern zu der Einschätzung gekommen, diesem Wunsch zu entsprechen.
Einem "Spiegel"-Bericht vom Wochenende zufolge werfen mehrere Vertreter des Kuratoriums Zimmermann unter anderem einen allzu autokratischen Führungsstil vor. Der Ökonom vergraule Wissenschaftler und sei verantwortlich dafür, dass die Bundesregierung das vom Bund und dem Land Berlin gemeinsam finanzierte Institut zuletzt nicht mehr mit Konjunkturprognosen beauftragte.
Zimmermann machte immer wieder mit umstrittenen Forderungen auf sich aufmerksam - teils mit offenbar wechselnden Begründungen. So hatte Zimmermann Ende 2010 noch einmal gefordert, die Mehrwertsteuer auf 25 Prozent anzuheben. Während er dies im Sommer mit dem Schuldenabbau und der Stärkung des Konsums begründete, sagte er im Dezember, es müsse auf die "Überalterung der Gesellschaft" und das Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung reagiert werden.
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Im November kritisierte Zimmermann zudem öffentlich seinen Mitarbeiter Karl Brenke für eine Studie zum Fachkräftemangel in Deutschland. Brenke kam in der Studie zu dem Schluss, der erwartete Fachkräftemangel sei eine "Fata Morgana". Zimmermann vertrat dann in einem eigenen Aufsatz eine andere Auffassung.
Anfang Januar trat dann der neue Geschäftsführer des DIW, Hanns Seidler, nach nur vier Monaten zurück. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" war er "fassungslos" über die Zustände in dem Institut.
Vor einem Jahr war gegen Zimmermann der Vorwurf erhoben worden, Steuergelder in Millionenhöhe verschwendet zu haben. Der Rechnungshof von Berlin hatte in einem internen Bericht die Verwendung öffentlicher Mittel durch das DIW kritisiert. Von 2000 bis 2004 seien mehr als sieben Millionen Euro nicht zweckgemäß ausgegeben worden. So seien Aufträge ohne Ausschreibung erteilt und Tochtergesellschaften auf fragwürdige Weise finanziert worden.
Das DIW-Kuratorium sprach Zimmermann im März 2010 von den Vorwürfen weitgehend frei. Es schloss sich damals der Bewertung der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft an. Danach müssten lediglich 150.000 Euro falsch verwendete Zuschüsse zurückgefordert werden.
Mit der Ernennung des früheren Wirtschaftsweisen Bert Rürup zum DIW-Kuratoriumsvorsitzenden wurden Zimmermanns Befugnisse zurückgestutzt. Er sollte sich fortan mehr um Forschung und weniger um Verwaltung kümmern. Seitdem rissen die Spekulationen über Zimmermanns vorzeitige Ablösung nicht mehr ab. Sein Dienstvertrag lief bis Ende 2014.
Zu Beginn seiner Laufbahn folgte er den Prinzipien des britischen Ökonomen John Maynard Keynes, der die Steuerung der Nachfrage als Aufgabe der Politik angesehen hatte. Davon setzte Zimmermann sich später ab und förderte beim DIW einen Mix aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren außer dem Arbeitsmarkt die Bevölkerungsentwicklung und Wanderungsbewegungen.
Im DIW führte Zimmermann das monatliche Konjunkturbarometer ein - eine Analyse der aktuellen Wirtschaftslage. 2007 musste der Professor den Verzicht des Bundeswirtschaftsministeriums auf die Mitwirkung des DIW am halbjährlichen Konjunktur-Gemeinschaftsgutachten hinnehmen.
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Quelle: dapd , dpa , t-online.de
Unbefristet 5€ Jobber schrieb:
am 2. Februar 2011 um 08:14:49
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DIW Mafia Boss
Vielleicht bekommt er die Bundesverdients Kreuz vom Merkel.
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Michael.P. schrieb:
am 1. Februar 2011 um 22:55:07
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Radfahrer
Beruflich war Herr Zimmermann überaus erfolglos.
Seine Verlautbarungen waren jedoch inhaltlich und zeitlich stets so positioniert,
dass sie nach Meinung des Herrn Z. in den Kram der jeweiligen neoliberalistisch agierenden Regierungen passten.
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EUZUPA schrieb:
am 1. Februar 2011 um 16:27:57
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Zimmermanns Ende
Endlich hört der Trinkgeldschwätzer auf. Seinen Unsinn konnte man ja keinem normalen Bürger mehr zumuten. EUZUPA ist
gespannt wen die Versagerregierung nun an seine Stelle setzt. Die Münchhausenzeiten sind beim mündigen Wähler in Deutschland nämlich vorbei. Die EUROPÄISCHE ZUKUNFTSPARTEI DEUTSCHLAND hat schon mehrfach im Internet darauf hingewiesen. Somit müßte es nun auch der Dümmste begriffen haben, diese Regierung aus CDU-CSU-und FDP ist die größte Pleite seit dem Scwarzen Freitag in Amerika.
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