06.02.2012, 15:37 Uhr | dpa, t-online.de
Der Poker um Douglas wird heiß: Nun mischt auch der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller mit und könnte mögliche Übernahmepläne der Gründerfamilie Kreke durchkreuzen - denn er steuert beim Handelskonzern auf eine Sperrminorität zu. Wie das Unternehmen mitteilte, hält Müller zwar weiterhin 10,8 Prozent der Douglas-Anteile. Er ist zudem aber auch Stillhalter von sogenannten Verkaufsoptionen. Dadurch könnten ihm in nächster Zeit weitere 15 Prozent der Douglas-Aktien angedient werden.
"Ob und gegebenenfalls wann dies der Fall sein wird, kann aus Sicht der Douglas-Holding nicht beurteilt werden", hieß es. Laut einer Stimmrechtsmitteilung verfällt die letzte Option am 21. September 2012. Mit über 25 Prozent würde Müller über eine Sperrminorität verfügen. Das bedeutet, er könnte bestimmte Beschlüsse der Hauptversammlung verhindern. Hintergrund der jetzt veröffentlichten Mitteilung sind verschärfte Regeln, die seit Februar gelten und mit denen der Gesetzgeber verhindern will, dass sich jemand bei börsennotierten Firmen im Verborgenen im großen Stil einkaufen kann.
Die im MDAX notierte Douglas-Aktie legte nachbörslich zu. Ein Börsianer sagte: "Damit könnte Müller eine Übernahme durch andere Interessenten wie die Gründerfamilie Kreke mit Finanzinvestoren verhindern. Oder er könnte selber aktiv werden und den Preis nach oben treiben wollen." Müller hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, er wolle seinen Anteil an Douglas auf 15 bis 18 Prozent aufstocken und so zum zweitgrößten Einzelaktionär aufsteigen. Bislang hat mit knapp 26 Prozent die Oetker-Gruppe die meisten Anteile. Die Familie Kreke besitzt 12,7 Prozent der Aktien, kommt aber mit der verwandten Familie Eklöh auf rund 30 Prozent.
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Bei der Familie Kreke stieß Müllers Vorstoß bislang auf wenig Begeisterung. Im Januar hatten die Krekes mitgeteilt, sie würden derzeit zusammen mit Finanzinvestoren ihre Möglichkeiten bei Douglas ausloten. Dazu könnte auch gehören, dass die Familie genügend Anteile kauft, um den Konzern von der Börse zu nehmen. Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen.
Zur Douglas-Holding gehören neben den Parfümerien gleichen Namens auch die Thalia-Buchgeschäfte, der Juwelier Christ und die Confiserie-Kette Hussel. Zur von Müller geführten Ulmer Müller Ltd. & Co. KG zählen mehr als 600 Drogerie-Geschäfte europaweit. Neben den Konkurrenten Rossmann, dm sowie der insolventen Kette Schlecker gehört das Unternehmen zu den größten der Branche.
Quelle: dpa
Bürger schrieb:
am 5. Februar 2012 um 12:35:41
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Douglas
Hoffentlich bald, die Beratung bei Müller ist besser, die Douglas Damen wissen nichts und drehen nur an , keine ordentliche Beratung.
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VWL-Ranitzki schrieb:
am 4. Februar 2012 um 16:05:05
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Luxus-Segment
Bei der Douglas-Holding mischen zu viele mit. Dr. Oetker ist als "Branchenfremder" mit seinen ca. 25% Anteil vom Kuchen
Großaktionär. Normalerweise sind "Heuschrecken" an solchen Luxus-Holdings sehr interessiert. Die horrende Mieten & NK, welche die Läden in meist besten Lagen zu zahlen haben, schrecken wohl ab. Insgesamt läuft der sog. Luxusmarkt aber besser als der normale EZH.
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Deutscher schrieb:
am 4. Februar 2012 um 13:19:39
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Douglas
Am besten den gesamten Laden an die Mitarbeiter aufteilen und weg mit den "Eigentümern".
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