Dow-Jones-Drehtür: GM raus, Cisco und Travelers rein
26.06.2009, 10:54 Uhr | Jan Fredriksson
Cisco-Chef John Chambers (Foto: AFP)Der Netzwerkausrüster Cisco Systems und der Versicherer The Travelers ersetzen ab dem heutigen Montag (8. Juni) den insolventen Autobauer General Motors (GM) und die angeschlagenen Bank Citigroup im US-Leitindex Dow Jones. Der Autobauer GM hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Die Citigroup gehört zu den größten Verlierern der Finanzkrise und wird staatlich gestützt.
Die Aufnahme des Versicherers Travelers in den Index begründete Dow Jones in der vergangenen Woche damit, den Finanzsektor nach dem Ausscheiden von American International Group (AIG) und der Citigroup wieder angemessen zu berücksichtigen. Der Netzwerkausrüster Cisco sei von großer Bedeutung für die Wirtschaft des Informationszeitalters, hieß es.
Travelers: junger Konzern mit alten Wurzeln
Travelers entstand erst 2004 durch die Verschmelzung zweier Traditions-Versicherungen - The St. Paul Companies und Travelers Property Casuality Corporation. Mit rund 33.000 Mitarbeitern vertreibt Travelers verschiedenste Versicherungen vor allem über unabhängige Versicherungsmakler. Im Jahr 2008 lag der Umsatz bei 24 Milliarden Dollar (ca. 17 Milliarden Euro). Der Unternehmenssitz ist in St. Paul im US-Staat Minnesota.
Dow-Jones-Quartett -
Cisco: typisch kalifornisch
Das IT-Unternehmen Cisco entstand 1984 als Spinoff der kalifornischen Stanford University. Cisco verkauft Geräte und Software für Computernetzwerke. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Cisco einen Umsatz von 39,5 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen sitzt im kalifornischen San José und hat derzeit 65.225 Mitarbeiter.