21.04.2008, 12:38 Uhr | dpa / T-Online
Boeing 787 "Dreamliner" (Foto: dpa) Der 787 Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing wird laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" mit noch größerer Verspätung fliegen. Die ohnehin verschobene Erstauslieferung werde wegen einer verzögerten Genehmigungsprozedur statt im Herbst 2009 erst Ende 2009 oder sogar Anfang 2010 möglich, berichtet das Magazin. Grund sei die "verzögerte Zertifizierung des Jets durch die US-Luftfahrtbehörde FAA", die ihrem Zeitplan deutlich hinterherhinke. "Focus" beruft sich dabei auf Angaben aus Kreisen der Behörde. Boeing dementiert. Offiziell werde Boeing die erneute Verzögerung Mitte Mai bekanntgeben. Erstkunde ist die japanische All Nippon Airways (ANA).
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Zeitplan erneut verworfen
Erst Anfang April hatte Boeing berichtet, dass der erste Dreamliner wegen Zulieferproblemen erst im dritten Quartal des nächsten Jahres ausgeliefert werden solle, nachdem ursprünglich Mai 2008 angepeilt war. Boeing hatte den Zeitplan für das Prestigeprojekt damit bereits zum dritten Mal innerhalb von nur sechs Monaten über den Haufen geworfen. Ähnlich wie einst die EADS-Tochter Airbus beim Start des Großraumfliegers A380 litt Boeing beim Dreamliner fast von Beginn an unter massiven Schwierigkeiten (vgl. EADS-Aktie).
Dreamliner ist meistbestelltes Flugzeug
Das Projekt setzt wie nie zuvor auf zahlreiche Zulieferer und läuft wegen Mängeln dort aus dem Ruder. Dennoch ist die 787 bereits jetzt ein Verkaufsschlager: Mit aktuell mehr als 850 Bestellungen ist der Dreamliner das meistgeorderte Flugzeug der Konzerngeschichte. Die Boeing-Aktie zeigte sich vor dem Wochenende mit steigenden Kursen.
Air India will Schadenersatz
Wegen der Verzögerungen drohen Boeing erhebliche Schadenersatzforderungen. "Focus" zufolge will Air India (27 Bestellungen) in Kürze eine Schadenersatzklage einreichen. Auch Air New Zealand und die australische Qantas hatten bereits entsprechende Schritte angekündigt, ANA und Japan Airlines schließen Schadenersatzforderungen nicht aus.
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Boeing dementiert "Focus"-Meldung
Boeing sieht entgegen dem "Focus"-Bericht bei seinem neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner keine zusätzlichen Verzögerungen durch den Genehmigungsprozess der US-Behörden. Die US-Luftfahrtbehörde FAA habe Boeings Bemühungen um eine Zulassung Schritt für Schritt beaufsichtigt, sagte eine Boeing-Sprecherin am Montag in Seattle. Ein Verzögerung der Zertifizierung sei für Boeing dabei nicht erkennbar.
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Quelle: t-online.de
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video