31.01.2012, 18:12 Uhr | dpa
EADS wollte mit einem Mega-Auftrag für Kampfjets im wachsenden indischen Markt einen Fuß in die Tür des boomenden Landes bekommen. Jetzt musste der europäische Mischkonzern gegen den französischen Konkurrenten den Kürzeren ziehen. Das Unternehmen Dassault Aviation setzte sich mit seinem Rafale-Jet gegen den Eurofighter durch.
Bei der Milliarden-Ausschreibung der indischen Regierung für 126 neue Kampfflugzeuge ist eine Vorentscheidung gegen den Eurofighter gefallen. Nach Regierungsangaben aus Paris setzte sich das französische Unternehmen Dassault Aviation mit seinem Rafale-Jet im Kampf um den Auftrag durch. "Frankreich begrüßt die Entscheidung der indischen Regierung", ließ Staatschef Nicolas Sarkozy mitteilen. Die abschließenden Verhandlungen sollten so schnell wie möglich zum Abschluss gebracht werden. Das Volumen des Auftrags wird auf rund zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) geschätzt.
Der am Eurofighter-Konsortium beteiligte Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS zeigte sich enttäuscht. Man habe das momentan modernste Kampfflugzeug angeboten, werde die indische Entscheidung aber respektieren, sagte ein Sprecher in München. Der Eurofighter wird unter anderem in Manching bei Ingolstadt gebaut. Die Produktion sei bis 2017 gesichert, hieß es am Dienstag.
Die indische Regierung äußerte sich zunächst nicht zur Auftragsvergabe. Das Land will seine Luftwaffen modernisieren und hatte dafür im April vergangenen Jahres aus mehreren Angeboten den Eurofighter Typhoon und die Rafale in die engere Auswahl genommen. Die ausgeschiedenen Mitbewerber waren damals die F/A-18 Super Hornet von Boeing, die F-16 von Lockheed Martin (beide USA), die russische MiG-35 von United Aircraft Corp. und die Gripen des schwedischen Herstellers Saab.
Sollte der Auftrag aus Indien unterzeichnet werden, wäre es der erste aus dem Ausland für die französische Rafale. Der Aktienkurs des Herstellers Dassault schoss um mehr als 20 Prozent in die Höhe. Die französische Regierung hatte zwischenzeitlich schon mit dem Aus für den Kampfjet gedroht. "Wenn Dassault im Ausland keine Rafale verkauft, wird die Produktionslinie eingestellt", sagte im Dezember Verteidigungsminister Gérard Longuet.
Bisher waren alle Auftragsverhandlungen für die Rafale geplatzt, zuletzt unter anderem mit der Schweiz. Der Jet galt im Vergleich zu Konkurrenzmaschinen als teuer und nicht wartungsfreundlich. Selbst von Regierungsvertretern war die Rafale als "technisch zu anspruchsvoll" bezeichnet worden. Zuletzt hatte sie jedoch ihre Kampftauglichkeit auch in Libyen unter Beweis gestellt.
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Quelle: t-online.de , dpa
renise schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:39:19
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Krieg
Bauet auf und reißet nieder,so hammer Arbeit immer wieder.....
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Russe schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:31:55
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Danke Friedensleute
Ich als Russe finde es gut, dass die deutschen Friedensaktivisten uns bei unseren Rüstungsgeschäften unterstützen
indem sie die eigene Industrie sabotieren. Sie sehen den angeblichen Zynismus der eigenen Wirtschaft, sorgen sich um die Umwelt und den Weltfrieden, während wir mit der Atommacht Indien ausgezeichnete Geschäfte machen. Wir konnten dank euch über 1000 Panzer, Flugzeugträger, Kampfflugzeuge und andere Waffen ungehindert verkaufen. Danke und macht weiter so. Aber nur in Deutschland.
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7mühlentaler schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:26:38
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Für diesen Staat unnötig!
So gut wie den Europäern (also auch uns) der "Umsatz" auch getan hätte, die meisten haben schon recht:
gerade dieser Staat sollte sich aus den mehrfach geschilderten Gründen ein derart teures Kampfgerät nicht leisten. Aber vielleicht weiss man das in Indien auch und hat sich vielleicht gerade aus diesem Grund für die Rafale entschieden? Nach meiner Schätzung dürfte es zum Preis eines Eurofighters drei "Franzosen" geben. Angesichts Indiens Lage aber immer noch zuviel für dieses La
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